Medizin
Mit Spinnenseide zur künstlichen Haut

Bei der Suche nach dem passenden Material zur Herstellung künstlicher Haut für Transplantationen sind Mediziner bei Spinnen fündig geworden.
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Spinnenseide hilft beim Züchten künstlicher Haut und könnte damit chronische Wunden und Verbrennungen heilen. Das ist das Ergebnis einer Doktorarbeit an der Medizinischen Hochschule Hannover, die jetzt im Wissenschaftsjournal „PLoS ONE“ veröffentlicht wurde.

Spinnenseide sei den Aufgaben der Haut bestens gewachsen: Sie sei sehr stark, dehnbar und werde vom menschlichen Körper toleriert, erläuterte Doktorandin Hanna Wendt, die im Forschungszentrum der Klinik für Plastische Hand- und Wiederherstellungschirurgie mit Spinnenseide experimentierte. Hier hatten Forscherinnen in der Vergangenheit bereits herausgefunden, dass sich mit den aus der „Goldenen Radnetzspinne“ gewonnenen Fäden Nerven reparieren lassen.

Die Wissenschaftlerinnen „melken“ die tropischen Krabbeltiere regelmäßig. Mit einer eigens dafür konstruierten Kurbelmaschine ziehen sie aus jedem Spinnen-Hinterteil einen bis zu 400 Meter langen Seidenfaden. Dieser Faden wird auf einen rechteckigen Rahmen gewickelt, wobei eine Fläche aus kleinen Maschen entsteht.

Hanna Wendt trug Hautzellen auf diese Maschen auf und versorgte sie mit Nährstoffen, Wärme und Luft. Dabei wuchsen sie zu zwei übereinanderliegenden gewebeähnlichen Hautschichten heran.

Im Tierversuch muss sich nach Angaben der Hochschule nun zeigen, wie gut dieser Ersatz anwächst. Um Spinnenseide in der Klinik einsetzen zu können, müsste sie allerdings synthetisch hergestellt werden, damit sie in ausreichender Menge vorhanden ist.

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Mit Spinnenseide zur künstlichen Haut

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Nerven aus Spinnenseide

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