Medizin
Regierung: Alle Schweinegrippe-Impfstoffe sind sicher

Die Bundesregierung hat Befürchtungen widersprochen, die Bundeswehr bekomme einen besseren Impfstoff gegen Schweinegrippe als der Rest der Bevölkerung. Die Medikamente seien gleichwertig, betonte Staatssekretär Klaus Theo Schröder. Problematisch ist derzeit allerdings noch die Impfung für Schwangere.
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HB BERLIN. Das Bundesgesundheitsministerium hat den Vorwurf einer Bevorzugung der Bundeswehr bei der Impfung gegen Schweinegrippe zurückgewiesen. Dass die Soldaten den Impfstoff Celvapan bekämen, der keine Zusatz- und Konservierungsstoffe enthält, liege vor allem daran, dass die Impfaktion bei der Bundeswehr nur wenige Stunden dauere, sagte Staatssekretär Klaus Theo Schröder am Dienstag in Berlin.

Bei den Impfstoffen Focetria und Pandemrix, die schrittweise an die Gesamtbevölkerung ausgegeben werden sollen, seien hingegen Konservierungsstoffe nötig, um Keimfreiheit sicherzustellen. Außerdem enthielten sie verstärkende Zusatzstoffe, sogenannte Adjuvanzien, die die Wirkung verbreiterten, so dass der Schutz vermutlich auch bei einer Veränderung des Virus noch gewährleistet sei.

„Der Schluss, Celvapan sei der bessere Impfstoff mit weniger Nebenwirkungen, lässt sich weder durch die Datenlage noch durch die wissenschaftliche Expertise stützen“, betonte Schröder. Alle drei in der EU zugelassenen Impfstoffe seien geprüft, wirksam und sicher. „Es gibt selbstverständlich überhaupt keine Bevorzugung von Soldaten auf der einen oder eine Benachteiligung der Bevölkerung auf der anderen Seite.“

Dagegen hatte der Präsident des Paul-Ehrlich-Instituts, Johannes Löwer, noch Anfang August darauf hingewiesen, dass die beigemischten Verstärker (Adjuvanzen) unerwünschte Nebeneffekte auslösen können. Geimpfte müssen nach seinen Worten mit Schwellungen und Rötungen an der Einstichstelle rechnen sowie teilweise mit mehrtägigen Kopf- und Gliederschmerzen.

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