Medizin
Stammzellen verursachen Prostata-Krebs

Prostata-Krebs wird möglicherweise durch einen neu entdeckten Typ von Stammzellen ausgelöst. Das legt zumindest eine Studie an Mäusen nahe, die in der Fachzeitschrift Nature veröffentlicht wurde.
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DÜSSELDORF. Die Ergebnisse könnten die Entwicklung neuer Therapien gegen die häufigste Krebsart bei Männern beeinflussen. Die seltenen Zellen, die Michael Shen vom Columbia University Medical Center, New York, und seine Kollegen entdeckten, befinden sich zwischen den Epithelzellen, also dem Drüsengewebe im Inneren der Vorsteherdrüse (Prostata). Die entdeckten CARN-Zellen können sich selbst kopieren und auch andere, reifere Zellarten hervorbringen - diese Eigenschaften machen sie zu Stammzellen.

Wenn nun ein bestimmtes Gen in diesen Zellen, das für die Unterdrückung der Tumor-Bildung zuständig ist, zerstört ist, verursachen sie die Entstehung von Tumoren, also Krebs - zumindest bei Mäusen. Die Übertragbarkeit von Beobachtungen an Mäusen oder anderen Versuchstieren auf den Menschen ist zwar naheliegend, aber keinesfalls gesichert.

Adulte Stammzellen, also Körperzellen, die sich in verschiedene Zelltypen oder Gewebe ausdifferenzieren können, sind einer der großen Hoffnungsträger für künftige Therapien gegen verschiedene Krankheiten. Aber sie wurden auch früher schon ebenso als Ursache von Krebserkrankungen, zum Beispiel von Leukämie ("Blut-Krebs"), vermutet. Die aktuelle Studie an Mäusen bestätigt nun offenbar diese Befürchtung, dass Stammzellen unter bestimmten Bedingungen die Tumorbildung auslösen können.

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