Medizin: Wie Honig auf einer Glasscheibe

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Forscher entwickeln gläsernes Rückenmark

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Wie Honig auf einer Glasscheibe

„Das ist ähnlich, als wenn man Honig auf eine Strukturglasscheibe schmiert“, erklärt MPI-Forscher Ali Ertürk. Die undurchsichtige Scheibe wird glasklar, sobald der Honig die Strukturunebenheiten ausgeglichen hat.

Die neue Technik ermöglicht es, einzelne Nervenzellen mit Farbstoffen zu markieren, sodass ihr Verlauf in der nun durchsichtigen Rückenmarkssektion von allen Seiten betrachtet werden kann. So lässt sich zweifelsfrei feststellen, ob diese Nervenzellen nach einer Rückenmarksverletzung wieder ausgewachsen sind. Das neue Verfahren bildet damit einen wichtigen Ausgangspunkt für weitere Untersuchungen.

„Wirklich toll ist auch, dass die Methode auch bei anderen Gewebearten problemlos funktioniert“, sagt Frank Bradke. So kann etwa das System der Blutkapillaren oder auch die Einbettung eines Tumors im Gewebe fehlerfrei und in 3D dargestellt und analysiert werden.

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Thomas Trösch
Thomas Trösch
Handelsblatt / Redakteur Wissenschaft + Technik
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