Mediziner setzen bei Untersuchungen zunehmend auf die Magnet-Resonanz-Tomographie
Schonender Blick in den Körper

Für Radiologen hat sich die Magnetresonanz-Tomographie als wirksamer Helfer auf der Suche nach Anomalien im Organismus ihrer Patienten erwiesen. Im Vergleich zu den röntgen-basierten CT-Verfahren können MRT-Geräte Schichtaufnahmen aus jeder Raumebene machen, ohne das der Patient bewegt werden muss. Gerade bei Weichteilen ist der Bildkontrast besonders hoch. Auf diese Weise lassen sich Tumore der inneren Organe hervorragend erkennen.

DÜSSELDORF. Schwere Ohrenschützer dämpfen das nervtötende Hämmern, der Notfallknopf in der Hand soll in der engen Röhre das Gefühl von Sicherheit vermitteln. Eine gute halbe Stunde muss die Patientin im Magnetresonanz-Tomographen (MRT) ausharren, dann liefert das Gerät eine Reihe gestochen scharfer Bilder. Mit deren Hilfe erkennen die Ärzte: Ursache der Taubheitsgefühle in den Armen der Patientin ist ein Bandscheibenvorfall.

Zwar hätte auch die altbewährte Computertomographie (CT) die Aufnahmen liefern können. Bei diesem Verfahren durchdringen Röntgenstrahlen den Organismus, und ein Computer erstellt aus vielen Schichtaufnahmen die eigentlichen Bilder. Doch Mediziner setzen zunehmen auf die MRT. Wichtiger Vorteil: Im Gegensatz zum CT kommt die Methode ohne erbgutschädigende Strahlung aus.

Darüber hinaus gewinnen Ärzte im Kampf gegen Krankheiten dank MRT häufig wertvolle Zeit. So ergab eine Studie des Kompetenznetzwerkes Schlaganfall, dass sich akute Gehirnblutungen mit Hilfe eines MRT mindestens ebenso zuverlässig erkennen lassen wie mit der CT. „Durch den Verzicht auf die absichernde CT-Untersuchung kann kostbare Zeit gespart, die Therapie früher begonnen und Hirngewebe vor dem Untergang bewahrt werden“, erläutert Klaus Sartor, Ärztlicher Direktor der Abteilung Neuroradiologie an der Universitätsklinik Heidelberg. Die unlängst in der amerikanischen Fachzeitschrift „Stroke“ veröffentlichten Studien- Ergebnisse wurden im Editorial gar als „Meilenstein“ der Schlaganfall- Diagnostik gewertet.

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