Medizinische Neuerung: Verbesserte Diagnose nach Schlaganfall

Medizinische Neuerung
Verbesserte Diagnose nach Schlaganfall

Mediziner der Universitätsklinik Hamburg-Eppendorf halten bei Patienten mit akutem Schlaganfall den Einsatz der Magnetresonanztomografie (MRT) für entscheidend. In einer Studie haben sie mit Hilfe der MRT-Bilder „deutliche Hinweise“ darauf gefunden, ob eine Behandlung mit einem blutgerinnselauflösenden Medikament sinnvoll ist.

mx DÜSSELDORF. Auch noch drei Stunden nach dem Auftreten der Symptome sei die Untersuchung in der Röhre sinnvoll, schreiben die Neurologen in einem Beitrag des Fachjournals „Stroke“. Die Behandlungsergebnisse seien besser als bei solchen Patienten, die mit einer Computertomografie (CT) untersucht worden waren.

Nach einem Schlaganfall gilt die medikamentöse Auflösung des Blutgerinnsels als die einzige Therapie. Diese so genannte intravenöse Thrombolyse bietet dem Patienten gute Genesungschancen. Allerdings ist eine solche Therapie bisher meist auf ein Zeitfenster von drei Stunden nach Auftreten der Symptome begrenzt. Nach Ansicht der Hamburger Experten kann die MRT-Untersuchung optimal zeigen, ob eine Thrombolyse auch darüber hinaus noch sinnvoll ist.

Zeige die Kombination verschiedener Untersuchungssequenzen einen Größenunterschied zwischen dem bereits untergegangenen Infarktgewebe und dem möglicherweise noch zu rettenden durchblutungsgestörten Gewebe, könne sich eine Thrombolyse auch nach drei Stunden noch lohnen. Schon heute wird daher an immer mehr Schlaganfall-Zentren bei entsprechenden MRT-Befunden die intravenöse Thrombolyse auch noch außerhalb der umstrittenen Zeitspanne eingesetzt. In der jetzt veröffentlichten Studie wurden die Behandlungsergebnisse von 172 Patienten ausgewertet. Drei Monate nach der MRT-gestützten Behandlung wiesen 48 Prozent dieser Patienten kein oder nur ein minimales neurologisches Defizit auf, wurden also im Alltag nicht beeinträchtigt.

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