Medizintechnik
Gesundheitskontrolle per Haut-Chip

Ein elastischer Chip auf der Haut kann einiges über die Gesundheit des Trägers herausfinden. US-Wissenschaftler haben eine solchen Chip entwickelt, der drahtlos kommuniziert und ohne Akku auskommt.

BerlinWie fit bin ich? Wie lange darf ich noch in die Sonne? Ein kleiner Chip, der auf die Haut aufgeklebt wird, erkennt das. Der Chip kommt dabei ohne Akku aus – er werde drahtlos von einem Mobilgerät mit Strom versorgt, schreiben die Entwickler in der Fachzeitschrift Science Advances.

Der Chip besteht aus einem dünnen, elastischen Kunststoff. Auf diesem Trägermaterial sind Schaltkreise, kleine Leuchtdioden (LED) sowie einige Sensoren angeordnet. Um das System zu aktivieren, ist ein Mobilgerät mit Near Field Communication (NFC) nötig: Chip und Mobilgerät kommunizieren über den Funkstandard. Außerdem wird über NFC Strom per Induktion auf den Chip übertragen.

Wird der Chip aktiviert, erleuchten die LEDs die Haut. Ein Sensor erfasst das dabei reflektierte Licht, weitere Sensoren erfassen die Temperatur der Haut und ultraviolette (UV) Strahlung. Die Daten werden per NFC an das Mobilgerät übertragen und dort ausgewertet.

Anhand der erfassten Parameter können die Wissenschaftler verschiedene Vitaldaten erfassen: Herzfrequenz, Sauerstoffgehalt im Blut, Hauttemperatur, Hautfarbe oder das Maß an UV-Strahlung, dem die Haut ausgesetzt ist.

Aus diesen Daten lassen sich Schlüsse auf die Gesundheit des Chipträgers ziehen: Aus Herzfrequenz, Sauerstoffgehalt im Blut und Hauttemperatur etwa lässt sich die körperliche Fitness eines Menschen ableiten. Eine Veränderung der Hautfarbe kann Anzeichen für eine Krankheit wie Gelbsucht sein. Das Maß an UV-Strahlung zeigt, wie hoch das Risiko für einen Sonnenbrand ist.

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Gesundheitskontrolle per Haut-Chip

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Test im Schlaflabor

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