Medizintechnik
Ultraschall erreicht die dritte Dimension

Mit gezielten Injektionen können Ärzte ihre Patienten schmerzfrei opiereren - und das ganz ohne Vollnarkose. Bisher fehlte für eine erfolgreiche Regionalanästhesie aber oft an mangelnder Bildqualität. Doch nun versprechen tragbare Systeme hochauflösende Bilder in 3D.
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HB DÜSSELDORF. Die Patienten sind bei vollem Bewusstsein – trotzdem kann der Arzt sie problemlos an Arm oder Bein operieren. Möglich macht das die sogenannte periphere Nervenblockade, bei der Anästhesisten ein Narkosemittel gezielt in die Nerven von Gliedmaßen injizieren und die Schmerzsignale blockieren. Den Patienten bleiben so die Risiken und Nebenwirkungen einer Vollnarkose erspart.

Doch die Methode hat einen Haken: „Selbst einem geübten Anästhesisten gelingen mit dem Standardverfahren nur rund 80 Prozent der Blockaden“, sagt Egbert Hüttemann, Experte für Regionalanästhesie am Klinikum Worms.

Mit den hohen Misserfolgsquoten soll bald Schluss sein. Dank mobiler Ultraschallgeräte mit hoher Auflösung und guter Bildqualität können Mediziner das Lokalanästhetikum wesentlich gezielter injizieren und besser dosieren. „Solche Systeme sind nicht nur besonders praktikabel für die Anwendung in der Anästhesie, sondern auch deutlich preiswerter als herkömmliche Geräte“, sagt Hüttemann.

Neben der Anästhesie kommen mobile Systeme zunehmend auch in der Notfallmedizin und bei der Überwachung von Patienten im Operationssaal zum Einsatz. Zu den Marktführern gehören GE Healthcare, Toshiba, Philips und Siemens. Das New Yorker Marktforschungsunternehmen Klein Biomedical Consultants schätzt, dass tragbare Geräte bis 2012 einen Marktanteil von 20 Prozent erreichen werden. Das Volumen des weltweiten Ultraschallmarkts beträgt heute rund drei Mrd. Dollar.

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