Neuartige Substanz stört Aufbau der Virushülle
Forscher finden neuen Ansatzpunkt gegen Aids

Im Kampf gegen das Aidsvirus haben Heidelberger Forscher einen neuen Ansatzpunkt für die Entwicklung von Medikamenten entdeckt. Im Labor sei es erstmals gelungen, mit Hilfe eines Eiweißbruchstücks den Zusammenbau der Virushülle zu verhindern, teilte das Universitätsklinikum mit.

HB HEIDELBERG. Die Eiweißsubstanz könne aber nicht direkt als Medikament eingesetzt werden, weil die Zellen sie nicht aufnähmen. Die Erkenntnisse bildeten jedoch die Grundlage, um gezielt nach Wirkstoffen mit dieser Funktion zu suchen. Wie lange die Suche dauern kann, wurde zunächst nicht mitgeteilt.

Der Angriff von Viren und ihre Vermehrung im menschlichen Körper läuft in verschiedenen Phasen ab, in denen das Virus unterschiedliche Werkzeuge benutzt – für Forscher potentielle Angriffspunkte, um Medikamente gegen die Eindringlinge zu entwickeln. Die Heidelberger Wissenschaftler haben einen bestimmten Schritt im Vermehrungszyklus von HIV untersucht, und zwar den Zusammenbau neuer Virusteilchen in infizierten Zellen. Die Arbeiten der Forscher wurden jetzt vorab online von der Fachzeitschrift „Nature Structural and Molecular Biology“ veröffentlicht.

Weltweit leben etwa 40 Millionen Menschen mit einer HIV-Infektion. 2004 kamen rund fünf Millionen Neuinfektionen dazu, drei Millionen Betroffene starben an der Immunschwächekrankheit Aids.

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