Neues Mikroskop für lebende Proben liefert dreidimensionale Ansicht
Winzlinge werden durchleuchtet

dpa DÜSSELDORF. Ein neues Mikroskop Heidelberger Forscher soll einen detaillierteren Einblick in lebende Organismen ermöglichen als bislang erreichbar. Die neue Technik der „Lichtscheibenmikroskopie“ erlaube es erstmals, lebende Objekte bis zu drei Millimetern Größe nahezu zerstörungsfrei aus verschiedenen Blickwinkeln und unter normalen Lebensbedingungen zu untersuchen, teilte das Europäische Laboratorium für Molkularbiologie (EMBL) in Heidelberg mit.

Das von EMBL-Physikern entwickelte Mikroskop liefert dreidimensionale Ansichten der Probe. Das Mikroskop bewegt das Objekt systematisch durch einen hauchdünnen Lichtvorhang, der es Schicht um Schicht durchleuchtet und jeweils Aufnahmen anfertigt. Dabei wird nur jener Bereich beleuchtet, der tatsächlich beobachtet werden soll. Die Probe wird dadurch nur minimal geschädigt.

Ein detailliertes Bild kann in wenigen Minuten angefertigt werden. Das Mikroskop erreicht eine fünffach verbesserte Auflösung gegenüber herkömmlichen Verfahren. Es sei zudem leicht zu bauen und um etwa zwei Drittel kostengünstiger als üblicheTechniken, sagten die Forscher.

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