Neues Spitzengerät in Betrieb genommen
Durchbruch in der Hirnforschung erwartet

Ein weiteres Spitzengerät ist seit heute im Forschungszentrum Jülich in Betrieb. Mit Hilfe des neuen Magnetresonanz-Tomographen (MRT) erwarten die Wissenschaftler nun bahnbrechende Erkenntnisse über Alterserkrankungen wie Alzheimer und Parkinson

HB JÜLICH. Mit seiner Feldstärke von vier Tesla ist das MRT knapp drei Mal so leistungsstark wie klinische Routine-Geräte und das zweitstärkste Gerät in ganz Europa. Für die Arbeit mit Patienten werde zum Jahreswechsel eine klinische Forschungsstation mit elf Betten eingerichtet.

Mit zunehmenden Alter nehme die Zahl von Patienten mit Demenz, Alzheimer, Parkinson oder Schlaganfall explosionsartig zu, sagte der Leiter des medizinischen Instituts, Karl Zilles. Neue Erkenntnisse sollen zu einer besseren medizinischen Behandlung führen. So helfen bei Parkinson zunächst Medikamente, die später aber keine Wirkung mehr zeigen. Es sei zudem bekannt, dass das Gehirn „Systemausfälle“ kompensiere.

„Wenn man weiß, wie das geht, kann man das Gehirn gezielt dabei unterstützen“, sagte Zilles. Das Bild gebende Verfahren könne Aufschluss darüber geben, wie das erkrankte Gehirn arbeitet. Auch bei Schlaganfall-Patienten erwarten die Jülicher Forscher neue Erkenntnisse. Die Gehirnbilder sollen zeigen, welche Maßnahmen die Rehabilitation am besten fördern.

Das neue 3,5 Millionen Euro teure Gerät wurde zur Hälfte von der Deutschen Forschungsgesellschaft und vom Forschungszentrum finanziert.

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