OP-Zentrum
Hochleistungsmedizin im Zeichen des „Zom“

Mit einem neuen Konzept für die Chirurgie will Düsseldorf seinen Platz unter den führenden Medizin-Standorten sichern: Zom II ist das bisher größte Bauprojekt auf dem Gelände der Universitätsklinik Düsseldorf. Trotz der modernen Einrichtungen wird es die Klinik nicht leicht haben, sich im Wettbewerb zu behaupten.

DÜSSELDORF. Der Name klingt nach Science Fiction: „Zom II“. Und tatsächlich wird es dort ähnlich technisch zugehen wie in vielen Zukunftsromanen. Doch Zom II ist nicht der Name eines Raumschiffs, sondern bedeutet „Zentrum für Operative Medizin“ der Universitätsklinik Düsseldorf (UKD). Derzeit befindet es sich im Bau. Nächstes Jahr im Juli soll die Eröffnung sein.

Zom II ist das bisher größte Bauprojekt auf dem UKD-Gelände. Damit will Düsseldorf seinen Platz unter den führenden Medizin-Standorten sichern. „Wir schaffen hier im Bereich der Hochleistungsmedizin im europaweiten Vergleich eine deutliche Verbesserung“, sagt Wolfgang Raab, ärztlicher Direktor der UKD.

Auf rund 20 000 Quadratmetern werden sechs Kliniken für die Bereiche Augen- und Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Neurochirurgie, Kiefer- und Plastische Gesichtschirurgie, Unfall- und Handchirurgie sowie Orthopädie untergebracht. Herzstück ist der zentrale Operationsbereich mit acht OP-Sälen zur gemeinsamen Nutzung aller Kliniken des Zentrums. Dort wird es einen großen mobilen Computertomographen geben, der sich während einer Operation einfahren lässt. Damit muss ein Patient im Bedarfsfall nicht extra in die Radiologie.

Im Zom II setzen die Mediziner beispielsweise Parkinson-Patienten künftig sogenannte Hirnschrittmacher ein, damit sie das symptomatische Zittern unterdrücken können. Die Patienten steuern dies über einen Handschalter, der mit einer Sonde im betroffenen Hirnbereich verbunden ist.

Für die stationäre Versorgung sind neun therapeutische Stationen, eine Intensivstation und eine sogenannte Intermediate-Care-Station als Bindeglied dazwischen vorgesehen. Außerdem werden die Wege der ambulanten und stationären Patienten in der Klinik getrennt. „Die Grundidee war, alle Bereiche der stationären Betreuung fußläufig und unter einem Dach erreichen zu können“, sagt Raab. Die Finanzierung von Zom II übernimmt das Land, das 141 Mio. Euro für das Projekt bewilligt hat.

Zom II wird es trotz der modernen Einrichtungen nicht leicht haben, sich im Wettbewerb zu behaupten. In einem dreißigminütigen Radius um die UKD sind 74 Kliniken mit 11 400 Betten angesiedelt. „Wir haben hier die größte Krankenhausdichte in Europa“, sagt Raab.

Von anderen Kliniken in der Region wollen sich die Düsseldorfer über die Qualität abheben: „Unser Markenzeichen ist die fachübergreifende Medizin in Verbindung mit hervorragenden diagnostischen und therapeutischen Leistungen.“ Das soll so bleiben: In spätestens drei Jahren beginnt die UKD mit dem Bau des Zom III. Das neue Herzzentrum wird Kardiologie und Kardiochirurgie zusammenführen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%