Operations-Verfahren besonders schonend
Neue Laser korrigieren Augen präziser

Lieber Brille als Operation: Die Deutschen sind bei Laseroperationen eher zurückhaltend. Doch die Ängste sind unbegründet: Neue technische Verbesserungen machen die Behandlung mit dem Lichtstrahl sicherer - und versprechen auch Hilfe bei Altersweitsichtigkeit.

BERLIN/ DÜSSELDORF. In Deutschland tragen immer noch viele Fehlsichtige lieber eine Brille oder Kontaktlinsen als ihre Sehschwäche mit einem Laser korrigieren zu lassen. Tatsächlich kann eine schlecht gelaserte Hornhaut beim Betroffenen eine erhöhte Blendempfindlichkeit hervorrufen und speziell nachts zu irritierenden Reflexionen führen.

Damit soll nun Schluss sein: Dank neuer hochpräziser Lasertechnologie seien die Kinderkrankheiten weitgehend behoben, behauptet Thomas Kohnen, stellvertretender Direktor der Klinik für Augenheilkunde der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main und leitendes Mitglied der Kommission Refraktive Chirurgie der DOG (Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft – dem wissenschaftlichen Dachverband der Augenärzte). Die Komplikationsrate sei in den Promillebereich gesenkt worden. Sogar Altersweitsichtigkeit und Hornhautverkrümmungen bei Kurzsichtigen ließen sich künftig weglasern, so der Mediziner.

Eine Reihe von technischen Verbesserungen ermöglichen präziseres Arbeiten: Sogenannte Eyetracker registrieren während der OP kleinste Augenbewegungen und führen den Laserstrahl entsprechend nach. Zudem könne die Hornhaut des Auges nun auch an einzelnen Stellen unterschiedlich stark abgetragen werden. „Intraoperative Hornhautdickenmessungen steigern die Effizienz und Sicherheit des Eingriffs“, sagt Kohnen. Diese Technik ermögliche Operateure erstmals eine Kontrolle während der Behandlung.

Eine andere Innovation kommt aus der Lasertechnik. Der sogenannte Femtosekunden-Laser macht erstmals schnelle und präzise Schnitte mit einer konstanten Tiefe an allen Stellen der Hornhaut möglich. „Dieser hochpräzise Laser sendet Impulse im Bereich von wenigen hundert Billiardstel Sekunden aus und ermöglicht feinste Gewebetrennungen“, erklärt der Experte, der 18 000 Lasertherapien durchgeführt hat. Eingesetzt wird der Laser bereits beim sogenannten Lentikelschnitt, bei dem zu Beginn der Behandlung die oberste Hornhautschicht des Auges aufgetrennt und zur Seite geklappt wird. Bislang nutzten Ärzte hierfür ein elektronisch geführtes Skalpell.

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