Optimierte Behandlung
Hamburgs High-Tech-Klinik ist startklar

Europas modernste Klinik im Osten Hamburgs ist fertig. Die Vorbereitungen für den Umzug in das neue Klinikum Barmbek laufen auf Hochtouren. Am 10. Dezember ist es so weit, dann ziehen die Patienten aus den alten Krankenhaus-Pavillions in den Neubau um.

HAMBURG. Das Besondere an der neuen Klinik ist, dass das starre Abteilungsdenken aufgehoben ist. Die Behandlung orientiere sich nicht an herkömmlichen Fachbreichen, sondern an der Erkrankung des Patienten, erläutert der Kaufmännische Direktor des Krankenhaus, Hans-Friedrich Günther. Bereits bei der Erstellung des architektonischen Konzepts sei darauf geachtet worden, dass das neue Gebäude die interdisziplinäre Zusammenarbeit über die Abteilungsgrenzen hinweg fördere.

Drei Jahre dauerte der Bau des 160 Millionen Euro teuren neuen Gebäudes, in dem im nächsten Jahr 80 000 Patienten behandelt werden sollen. Die Stadt Hamburg zahlt 100 Millionen Euro, den Rest der Krankenhauskonzern Asklepios Kliniken GmbH, der das Klinikum vor kurzem gekauft hat.

Die digitale Vernetzung der Klinik mit modernste Informations- und Kommunikationstechnik sorgt dafür, dass die Abläufe in der Klinik für Patienten und Mitarbeiter transparent werden. Die Patienten sollen nicht nur besser denn je betreut werden, sondern vor allem schneller als bisher entlassen werden. Möglich wird dies unter anderem die vollständige Digitalisierung der Arbeitsabläufe. Die Patientenakte wird auf zentralen Rechnern abgelegt und ist jederzeit abrufbar.

Die Röntgenaufnahmen werden anders als früher ausschließlich digital erstellt und archiviert. Auch die Daten aus den Labors, die EKGs oder Computerbilder aus dem Kernspintomographen werden zentral auf dem Netzrechner im Keller des Krankenhauses gespeichert. Die Informationen lassen sich dann auf den großen Flachbildschirmen abrufen, die an der Wand in jedem Operationssaal hängen oder auf den mobilen Rechnern darstellen, mit denen die Ärzte oder das Pflegepersonal ausgestattet sind.

Die Bilder und Befunde werden aber nicht nur über Kabel in der Wand übertragen, sondern auch per Funk durch die Luft. Das Krankenhaus ist bundesweit das erste, das komplett mit einem drahtlosen WLan-Netz ausgestattet ist. Über das Funknetz, das auch den Patienten zum Internetsurfen offen stehen soll, können die Mediziner Bilder oder Angaben aus dem Patienteninformationssystem direkt am Krankenbett für die mobile Visite abrufen und ihrerseits die Stammdaten mit handschriftlichen Notizen um neue Erkenntnisse oder Messwerte ergänzen. So kann jeder Arzt, der den Patienten behandelt, sich überall und jederzeit schnell über die Diagnose und den Therapieverlauf informieren.

Seite 1:

Hamburgs High-Tech-Klinik ist startklar

Seite 2:

Seite 3:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%