Prognosen der Weltbank
Ebola schadet der Wirtschaft mehr als gedacht

Die Wachstumsprognosen einiger afrikanischer Länder konnten sich sehen lassen - und dann kam Ebola. Erneut schraubt die Weltbank ihre Erwartungen für Liberia zurück. Sierra Leone und Guinea landen demnach sogar im Minus.
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WashingtonDie Ebola-Epidemie schadet den am stärksten betroffenen Ländern Liberia, Sierra Leone und Guinea laut der Weltbank wirtschaftlich mehr als bislang angenommen. Insgesamt betrage der Schaden in diesem und im kommenden Jahr rund zwei Milliarden Dollar (1,61 Milliarden Euro), teilte die Organisation am Dienstag in Washington mit.

Zwar rückt die Weltbank damit erneut von ihrem ursprünglichen Schreckensszenario eines Schadens in Höhe von 32 Milliarden Dollar ab - vor allem, weil sich die Krankheit in Afrika nicht so weit ausgebreitet hat wie befürchtet. Aber die Organisation blickt gleichzeitig immer pessimistischer auf die Wirtschaftsentwicklung in den betroffenen Ländern.

Liberias Bruttoinlandsprodukt (BIP) werde 2014 um 2,2 Prozent zunehmen. Im Oktober hatte die Weltbank das Wachstum noch auf 2,5 Prozent geschätzt - und vor der Krise gar auf 5,9 Prozent. Für 2015 erhöhte sie zwar die Prognose von 1 Prozent auf 3 Prozent. Allerdings lag die Schätzung vor dem Ebola-Ausbruch bei 6,8 Prozent.

Für Sierra Leone wurde die Wachstumsprognose 2014 von 8 auf 4 Prozent revidiert. 2015 werde die Wirtschaft gar um 2 Prozent schrumpfen. Im Oktober hatte die Weltbank für 2015 noch 7,7 Prozent Wachstum erwartet.

Die Aussichten für Guinea fielen von 2,4 Prozent in diesem Jahr auf 0,5 Prozent. 2015 schrumpfe das BIP um 0,2 Prozent, nachdem im Oktober mit 2 Prozent gerechnet worden. Vor Oktober hatten die Zahlen auch in Sierra Leone und Guinea wesentlich besser ausgesehen.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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