Projekt FanWing
Ventilator-Antrieb soll Luftfahrt revolutionieren

Die Idee ist mehr als 150 Jahre alt: ein Flugzeug, das sich mit Ventilator-Antrieb in die Lüfte hebt. Der Tüftler Pat Peebles arbeitet seit zwei Jahrzehnten an seinem Projekt. Jetzt erhält er Unterstützung.
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SaarbrückenDer futuristische „FanWing“ könnte den Flugzeugbau revolutionieren. Der US-Amerikaner Pat Peebles tüftelt seit fast 20 Jahren an dem Flugzeug, das mit Hilfe riesiger Ventilatoren unter den Tragflächen abheben soll. Jetzt erhält er Unterstützung von Wissenschaftlern in Saarbrücken, Brüssel und Hamburg. Sie wollen die Antriebstechnik soweit optimieren, dass der Flieger Passagiere und Güter transportieren kann.

„Der FanWing steht technologisch an der Schwelle zum bemannten Flugzeug“, ist Ingenieur Chris May vom Lehrstuhl für Antriebstechnik der Saar-Uni überzeugt. Eines Tages soll er bis zu 70 Passagiere befördern und Lasten bis zu acht Tonnen transportieren können. Konzipiert ist das Flugzeug für Kurzstrecken.

Der große Vorteil gegenüber herkömmlichen Maschinen in den Augen ihres Erfinders und ihrer Förderer: Der „FanWing“ hebt ähnlich wie ein Hubschrauber fast senkrecht ab und benötigt daher nur eine kurze Start- und Landebahn. Die Maschine soll dabei ruhiger und leiser als ein Helikopter fliegen, bei einer Störung nicht so leicht vom Himmel fallen und viel weniger Treibstoff verbrauchen.

Das Fluggerät sieht aus wie eine Mischung aus Hubschrauber, Schaufelraddampfer und Mähdrescher. Eine breite Antriebswalze mit Rotorblättern schaufelt große Luftmassen unter die Tragflächen. Die Saarbrücker Forscher wollen die Antriebstechnik jetzt für optimalen Auftrieb perfektionieren. Eine der zentralen Fragen ist, ob die Neigung der Rotorblätter im künftigen Modell starr oder elektrisch verstellbar sein soll. Letzteres ist sehr viel teurer.

Die optimale Neigung soll von April an vier bis sechs Monate lang in Brüssel im Windkanal getestet werden. Danach soll das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt in Hamburg die Details für eine Transport- und eine Passagiermaschine auslegen. Das Forschungsprojekt wird von der Europäischen Union mit 600.000 Euro unterstützt.

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Unbeirrt arbeitet der Tüftler an seiner Vision

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