Psychologische Studie
Jeder 14. leidet an Krankheitsangst

Jeder 14. Deutsche hat starke Angst vor Krankheiten. Das ergab eine psychologische Studie der Universität Mainz. Besonders viele Betroffene fürchteten sich vor Krebs, wie das Psychologische Institut der Johannes Gutenberg-Universität am Dienstag in Mainz mitteilte.

dpa MAINZ. Jeder Mensch habe zwar mehr oder weniger Krankheitsangst, ungefähr sieben Prozent litten jedoch an schwerer Hypochondrie, sagte die stellvertretende Leiterin der Poliklinischen Institutsambulanz für Psychotherapie, Gaby Bleichhardt. Für die Studie seien Fragebögen von 1 575 Probanden ausgewertet worden.

„Die Betroffenen sind mit ihren Gedanken oft bei ihrem Körper“, erklärte die Wissenschaftlerin. „Sie prüfen häufig, ob es ihrem Körper gerade gut geht. Sie gehen häufiger zum Arzt.“ Neben Krebs seien auch andere schwere Erkrankungen wie Aids oder Alzheimer Gegenstand der Angst - oder „Modeerscheinungen“ wie die Furcht, an der Lungenkrankheit Sars zu erkranken. Oft gelinge es Betroffenen nur, sich mit wiederholten Arztbesuchen Erleichterung zu verschaffen.

An der Universität Mainz gebe es seit fünf Monaten ein spezielles Behandlungskonzept für diese Ängste, das sich bereits bewährt habe, sagte Bleichhardt. Bei der Behandlung würde unter anderem versucht, die Zahl der Arztbesuche zu reduzieren. In einer Verhaltenstherapie sollen die Patienten lernen, ihren Gedanken eine andere Richtung zu geben, erklärte die Forscherin. Die ständige Selbstkontrolle des Körpers solle dabei nachlassen.

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