Radiologiezentren bieten Patientenkomfort
Gefahrloser Blick in den Körper

Wohlfühl-Ambiente und ein moderner Gerätepark wie in der Uni-Klinik: Ambulante Radiologiezentren sorgen für einen Nachfrageschub auf dem Markt für bildgebende Diagnosetechnik. Die Kernspintomografen kommen ohne Strahlung aus und liefern hochauflösende Bilder von Organen, Gefäßen und Gelenken.

KÖLN. Die Einladung in die Röhre erfolgt sogar auf Russisch: „Der Flughafen ist nur 15 Minuten von unserer Praxis entfernt“, wirbt die „Radiologie am Raschplatz“ in Hannover mehrsprachig im Internet. Für Geschäftsreisende, die zwischendurch zum Gelenke-Check im Kernspintomografen einfliegen, wartet laut Homepage „ein spezieller Service“ – mit präzisem Terminplan und Hotelbett auf Wunsch. „Viele Russen verdienen gutes Geld, da sollen sie auch eine erstklassige Behandlung bekommen“, sagt Radiologe Manfred Fricke, Mitinhaber der Praxisgemeinschaft.

Wohlfühl-Ambiente und ein moderner Gerätepark wie in der Uni-Klinik: Ambulante Radiologiezentren sorgen für einen Nachfrageschub auf dem Markt für bildgebende Diagnosetechnik. Während Kassenpatienten oft Wochen auf eine Untersuchung im Kernspintomografen warten müssen, etabliert sich ein exklusiver Markt für Privatversicherte und Selbstzahler. Diese können sich die Röhre aussuchen – und sind dabei zunehmend wählerisch. „Der Patientenkomfort wird neben der diagnostischen Qualität bei der Anschaffung der Geräte ein immer wichtigerer Faktor“, sagt Britta Fünfstück, Marketingleiterin für Magnetresonanztomografen (MRT) – auch Kernspintomografen genannt – bei Siemens Medical Solutions.

Der Münchener Konzern bietet für solche Kunden Untersuchungsröhren mit einem größeren Innendurchmesser an. Bis zu 70 Zentimeter sind möglich. Der Hannoveraner Radiologe Fricke bietet Privatpatienten auch die Untersuchung in einem offenen Hochfeld-Magnettomografen an. Der Patient liegt dabei wie ein Würstchen im Magnet-Sandwich und genießt zur Seite etwas Bewegungsfreiheit. „Bei Patienten mit starkem Übergewicht oder Platzangst ist das eine sinnvolle Alternative, die die Krankenkasse allerdings nicht bezahlt“, sagt Fricke.

Die Kernspintomografie gilt als Schlüsseltechnik in radiologischen Abteilungen, da sie ohne Strahlung auskommt und hoch aufgelöste Bilder von Organen, Gefäßen und Gelenken liefert. Ein Markt mit Perspektive: In den letzten zehn Jahren stieg die Anzahl der MRT-Untersuchungen im Schnitt um zehn Prozent pro Jahr, heißt es bei Philips Medical Imaging Systems. Auch Branchenexperten der Beratungsgesellschaft Frost & Sullivan sehen MRT unter den bildgebenden Verfahren am stärksten auf dem Vormarsch – mit Deutschland als europäischem Kernmarkt.

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