Rückzieher
Studie zur Heilkraft der Meditation gestoppt

Das angesehene Fachblatt „Archives of Internal Medicine“ wollte über die positive Wirkung Transzendentaler Meditation berichten. Doch in letzter Minute zog die Redaktion die Notbremse.
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BerlinEs war ein Rückzug in letzter Minute. Zwölf Minuten vor Ablauf der Sperrfrist für die Medien und damit kurz vor der Online-Veröffentlichung am Montagabend kam das Aus für eine Studie über Transzendentale Meditation (TM) und ihren Einfluss auf Herz-Kreislaufleiden.

In der Untersuchung behaupteten Wissenschaftler, dass TM das Risiko eines vorzeitigen Todes, von Herzinfarkt und Schlaganfall um zusammengenommen fast die Hälfte senken könne. Das angesehene Fachblatt „Archives of Internal Medicine“, in dem die Studie und ein angehängter Kommentar erscheinen sollte, zog die Veröffentlichung zurück.

Dass eine Studie zurückgezogen wird, kommt nur selten vor. Noch erstaunlicher, wenn dies zwölf Minuten vor Ende der Sperrfrist geschieht. Der Redaktion der „Archives“ müssen also ganz am Schluss schwere Bedenken gekommen sein.

Eine Entscheidung, die Fragen aufwirft

Die Entscheidung sei erfolgt, um ausreichend Zeit für die Begutachtung und die statistische Analyse von zusätzlichen Daten zu haben, die in der Originalstudie nicht beigefügt waren und die von den Autoren erst weniger als 24 Stunden vor der Veröffentlichung geliefert wurden. So lautet die offizielle Begründung der Zeitschrift, die allerdings Fragen aufwirft. Wie kann es sein, dass eine Studie für die Veröffentlichung bereitsteht, noch dazu mit Kommentar und mehreren ausführlichen Pressemitteilungen, wenn offenbar wichtige, ja entscheidende Daten nicht vorliegen?

Zeitschriften wie die „Archives“ lassen Studien vor einer möglichen Publikation durch unabhängige Gutachter prüfen, um die Spreu vom Weizen zu trennen. Haben die Gutachter der Veröffentlichung zugestimmt oder Einwände geltend gemacht, die zu guter Letzt die Publikation verhinderten? Die Situation sei ungewöhnlich, aber es sei ein Grundsatz der Zeitschrift, „sicherzustellen, dass die Information, die man zur Verfügung stelle, so genau wie möglich sei“, sagte eine Sprecherin dem Fachblatt „Nature“. 

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Die Studie stand auf dünnen Beinen

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