Schärfste Schote der Welt Dieser Chili könnte töten

Ein walisischer Züchter hat eine rekordverdächtig scharfe Chilischote entwickelt. Wem seine Gesundheit lieb ist, der sollte das Gewächs besser nicht essen. Mediziner sind an den scharfen Schoten aber sehr interessiert.
Kommentieren
Beim Verzehr besonders scharfer Arten können die Schleimhäute in der Speiseröhre zuschwellen, warnen Mediziner. Quelle: gms
Chilischoten

Beim Verzehr besonders scharfer Arten können die Schleimhäute in der Speiseröhre zuschwellen, warnen Mediziner.

(Foto: gms)

HeidelbergEigentlich wollte der walisische Gärtner Mike Smith aus St. Asaph nur eine attraktive Chilipflanze züchten, mit der er auf der „Chelsea Flower Show“ antreten wollte. Doch durch Zufall kam dabei ein rekordverdächtiges Gewächs heraus: die schärfste Chilischote der Welt.

Mit einem Wert von 2,48 Millionen Scoville-Einheiten übertrifft die „Dragon's Breath Chilli“ (Drachenatem-Chili) genannte Frucht den vorherigen Spitzenreiter namens „Carolina Reaper“ deutlich – der bisherige Spitzenwert lag bei „nur“ 2,2 Millionen auf der Scoville-Skala, die die Schärfe von Chilis angibt. Im Falle des Drachatem-Chilis würde man noch einen Tropfen Öl aus der Schote in 2,48 Millionen Tropfen Wasser bemerken.

Diese Lebensmittel sollten Sie essen, wenn Sie gestresst sind
Hunger oder Appetit?
1 von 6

Haben wir Stress, vergessen wir oft zu Essen - oder schaufeln es blind in uns hinein. Ungesunde Nahrung wie Fast Food oder ähnliche Convenience Produkte belasten unseren Körper zusätzlich. Wir haben also Stress von außen - und von innen. Dabei gibt es Lebensmittel, die gerade in stressigen Phasen wichtig sind. Denn das Deutsche Institut für Ernährungsforschung hat unlängst festgestellt, dass 40 Prozent der Deutschen Stress-Esser sind.

Gerade bei länger anhaltendem Stress werden Hormone aus der Gruppe der Glucocorticoide freigesetzt. Sie sorgen dafür, dass wir Hunger bzw. Appetit haben, obwohl wir gerade keine Nahrung brauchen. Auf folgende Lebensmittel sollten wir in diesen stressigen Phasen zurückgreifen, denn sie wirken zusätzlich ausgleichend auf unseren Körper.

Dunkle Schokolade
2 von 6

Die Flavonoide, die in Schokolade enthalten sind, können - wissenschaftlichen Untersuchungen zufolge - Stresshormone ausbremsen. An der Universität Konstanz haben Forscher herausgefunden, dass Schokolade eine entzündungshemmende Wirkung in Stresssituationen hat. Die Studie ergab, dass wer bei  psychosozialem Stress dunkle Schokolade isst, weniger entzündungsfördernde Stoffe im Blut hat. Die Forscher haben dazu Männern zwischen 20 und 50 Jahren eine halbe Tafel dunkle Schokolade gegeben und zwei Stunden später ein fingiertes Bewerbungsgespräch geführt. Das Ergebnis: Die entzündungsfördernden Stoffe im Blut waren geringer.

Paprika
3 von 6

Schon kurze Anspannungsphasen erhöhen den Vitamin-C-Bedarf unseres Körpers - das leert die Speicher, die schnell wieder aufgefüllt werden müssen: Paprika enthält doppelt so viel Vitamin C wie Zitronen und puffert Angriffe von außen gegen unsere Körperzellen ab. Gerade die roten Paprika liefern zusätzlich Karotin, das unser Körper in Vitamin A umwandelt. Hinzukommen Kalium, Calcium, Magnesium und Eisen. Diese Mineralstoffe vermindern Müdigkeit - und Ermüdungserscheinungen.

Bananen
4 von 6

Auch in Bananen steckt Magnesium, Kalium und Vitamin B6. Diese Nährstoffe stärken das Nervensystem. Außerdem steckt in dem Obst die Aminosäure Tryptophan, die unser Körper zu Serotonin umwandelt. Das sogenannte Glückshormon sorgt im Gehirn für Ausgeglichenheit - und einen erholsamen Schlaf. Wissenschaftler vermuten, dass der Mangel an Serotonin zu Depressionen führt.

Nüsse
5 von 6

Eine richtige Nervennahrung sind auch Nüsse, insbesondere Walnüsse und Pistazien: Vor allem der hohe Gehalt an Magnesium und B-Vitamine sowie das enthaltene Magnesium tragen zu einem normalen Energiestoffwechsel bei. Haben wir da einen Mangel, fühlen wir uns müde und schlapp. Das Vitamin B3 stärkt zudem die Denkleitung und hat positive Auswirkungen auf die Stimmung.

Zitronen
6 von 6

Haben wir Stress, sind unsere Nerven belastet. Besonders leidet darunter die Leber. Was helfen kann, sind Zitronen mit ihrem hohen Vitamin C-Gehalt.

Vom Genuss des Würzmittels rät Smith allerdings ab. Er habe es nur auf seiner Zungenspitze getestet, wo sich ein intensives Verbrennungsgefühl einstellte, das im Laufe der Zeit sogar noch zunahm. Die Pflanze ist in gewisser Hinsicht ein Gemeinschaftsprodukt mit der Nottingham Trent University, wo Wissenschaftler untersuchen, inwiefern sich Capsaicin medizinisch einsetzen ließe – der Stoff, der den Chilis die Schärfe verleiht.

Sollte jemand tatsächlich ganze Drachenatem-Schoten verspeisen, könnten sie einen anaphylaktischen Schock erleiden und die Schleimhäute in der Speiseröhre als Reaktion zuschwellen, warnen die Forscher. Die betäubende Wirkung des Capsaicins macht es allerdings zum begehrten Forschungsmaterial.

Das aus extrem scharfen Chilis gewonnene Öl kann unter anderem als Narkosemittel auf der Haut wirken, weil es die betroffenen Partien betäubt. Es könnte damit eine Alternative für Menschen sein, die auf herkömmliche Narkosemittel allergisch reagieren.

Bekannt ist auch, dass Capsaicin zumindest in Tierversuchen zu hohen Blutdruck senken kann. Echte Medikamente daraus sind allerdings noch Zukunftsmusik.

Mike Smith verfolgt dagegen ein kurzfristiges Ziel: Das von ihm primär auf Aussehen gezüchtete Gewächs tritt bei der Show in der Kategorie „Pflanze des Jahres“ an – und soll möglichst den ersten Platz machen.

Startseite
Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%