Schonende Technik für ältere Patienten
Ultraschall zerstört Tumore in der Prostata

hsn DÜSSELDORF. Die Helios Klinik Borna erweitert die Therapiemöglichkeiten bei Prostatakrebs mit Ultraschall. Bei der neuen therapeutischen Anwendung werden Schallwellen gebündelt und durch eine Art Hohlspiegel in die Prostata geleitet. So entstehen Temperaturen von 80 Grad Celsius, womit das Gewebe in der Prostata punktgenau thermisch zerstört und praktisch weggeschmolzen wird.

Die Behandlung erfolgt in einer so genannten Rückenmarksnarkose und dauert etwa zwei Stunden. Die Ultraschallwellen werden dabei über eine Sonde durch den Enddarm in die Prostata gebracht, so dass kein Schnitt gemacht werden muss. „Der Patient spürt so gut wie nichts von der Behandlung und kann die Klinik nach drei Tagen wieder verlassen“, sagt Dietmar Schulz, Chefarzt der Urologischen Abteilung der Helios Klinik.

Prostatakrebs ist die häufigste Tumorerkrankung bei Männern, ein operativer Eingriff ist oft unumgänglich. „Eine offene Operation wäre belastend für den Patienten, er verliert Blut und wird meist impotent“, sagt der Urologe. Die minimalinvasive Technik ist vor allem für ältere Patienten schonender als andere Behandlungsverfahren. „Wir setzen dieses neue Therapieverfahren ein, wenn eine radikale Entfernung der Prostata wegen Begleiterkrankungen, Blutungsrisiko oder wegen des hohen Patientenalters nicht in Frage kommt“, sagt Schulz.

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