Schutz vor Ebola
New York lockert Quarantäne-Regeln

Nachdem drei US-Bundesstaaten strengere Ebola-Quarantäne-Regeln festgelegt hatten, gab es heftige Kritik - selbst die Regierung in Washington sprach sich für eine Lockerung aus. New Yorks Gouverneur Cuomo gibt nun nach.
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New YorkNach dem ersten Ebola-Fall in New York hat Gouverneur Andrew Cuomo die befohlenen Schutzmaßnahmen für medizinisches Personal aus Westafrika etwas gelockert. Cuomo sagte am Sonntagabend (Ortszeit), während der 21 Tage langen Quarantäne könnten die Pflegekräfte zu Hause in Quarantäne bleiben und dort von Medizinern zweimal täglich beobachtet und versorgt werden. Der US-Staat komme für Lohnausfälle auf, sofern die Kosten nicht von einer freiwilligen Organisation übernommen würden.

Cuomo und der Gouverneur von New Jersey, Chris Christie, hatten die Maßnahmen als Konsequenz aus dem Ebola-Fall am Freitag befohlen. Cuomo hatte daraufhin gesagt, dass die Betroffenen in einer von der Regierung gesteuerten Einrichtung bleiben müssten.

Unterdessen wollen Deutschland und Frankreich zur Bekämpfung der Ebola-Seuche bei der Ausbildung von medizinischem Personal in Westafrika helfen. Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) und sein französischer Amtskollege, Laurent Fabius, trafen in der Nacht zum Montag zu einem Kurzbesuch in der nigerianischen Hauptstadt Abuja ein.

Wie Steinmeier ankündigte, wollen die Ressortchefs dort unter anderem mit Nigerias Regierung über eine mögliche Gesundheitskooperation reden. Angedacht sei, dass Deutschland und Frankreich gemeinsam medizinisches Personal in Nigeria schulen, das dann auch in den von Ebola betroffenen Ländern der Region zum Einsatz kommen könnte. Weitere Einzelheiten nannte Steinmeier zunächst nicht.

Nigeria ist der bevölkerungsreichste und wirtschaftsstärkste Staat Afrikas. Auch dort hatte es Ebola-Fälle gegeben. In den vergangenen Wochen hatte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Nigeria 20 Infektionen mit dem gefährlichen Virus registriert. Acht Menschen starben. Vor einer Woche erklärte die WHO das Land jedoch für Ebola-frei, da über 42 Tage keine neue Infektion mehr aufgetreten war. Nigeria gilt allerdings weiter als gefährdet, solange das Ebola-Fieber in der Region wütet.

Die Epidemie breitet sich weiter in Westafrika aus. Die WHO hat inzwischen mehr als 10 000 Infektionen erfasst - und fast 5000 Ebola-Tote. Experten gehen darüber hinaus von einer hohen Dunkelziffer aus. Liberia ist am stärksten von der Seuche betroffen, gefolgt von Sierra Leone und Guinea.

Steinmeier und Fabius wollen in Abuja nun unter anderem Möglichkeiten für eine Zusammenarbeit ausloten, um eine weitere Ausbreitung des Virus zu verhindern. Steinmeier sagte, er hoffe, dass es hier zu konkreten Vereinbarungen komme.

Agentur
ap 
Associated Press / Nachrichtenagentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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