Studie zur Gesundheitsprävention
Ein Jahr jünger und fitter spart zehn Milliarden Euro

Gesundheitsprävention lohnt sich volkswirtschaftlich enorm, wie eine aktuelle Studie der HSH Nordbank belegt. In Deutschland werden für die Vorbeugung von Krankheiten aber immer noch zu wenig Anreize gesetzt.
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FrankfurtVorsorge und ein gesunder Lebensstil können Krankheiten vorbeugen und die Lebensqualität bis ins hohe Alter erhalten. Das weiß zwar jeder, aber längst nicht jeder handelt auch danach.

Wie viel Deutschland an Krankheitsausgaben jährlich sparen könnte, wenn die Menschen hierzulande länger jung und gesund blieben, hat jetzt die HSH Nordbank in ihrer neuen Gesundheitsstudie ausgerechnet: Würde sich jeder Bundesbürger durch Vorsorge und einen gesunden Lebensstil sozusagen um ein Jahr biologisch verjüngen, fielen hierzulande pro Jahr 10 Milliarden Euro weniger an Gesundheitskosten an.

„In Deutschland wird vor allem Geld ausgegeben, um Krankheiten zu behandeln. Der Anteil der Prävention an den Ausgaben der gesetzlichen Krankenkassen beträgt gerade einmal ein Prozent“, sagt Studienautor Thomas Miller von der HSH Nordbank.

Laut Statistischem Bundesamt belaufen sich die Gesundheitsausgaben in Deutschland auf mehr als 344 Milliarden Euro. Im Durchschnitt sind das 4.213 Euro je Einwohner, allerdings steigen die Kosten im Alter deutlich an. In der Altersgruppe der 65- bis 85-jährigen etwa wird bereits das Doppelte des Durchschnittwertes ausgegeben, in der Altersgruppe der über 85jährigen fast das Fünffache.

Es sind vor allem Krankheiten des Stoffwechsels (wie Diabetes), des Kreislaufs (wie Bluthochdruck) und des Muskel-Skelett-Systems sowie Krebs, für die die Ausgaben im Alter stark steigen. Diese vier Bereiche summieren sich bei den über 65-jährigen bereits auf mehr als 84 Milliarden Euro und damit rund ein Viertel der gesamten deutschen Gesundheitskosten.

In einigen Jahren – 2025 – werden diese Kosten bereits auf knapp 107 Milliarden Euro ansteigen, berechnen die Autoren der HSH Nordbank. Gelänge es dann, bei diesen Krankheiten zehn Prozent der Kosten via Prävention zu vermeiden, ergäben sich jährliche Einsparungen von etwa zehn Milliarden Euro. Genau dieser Einsparungseffekt ergibt sich eben auch, wenn man die Alters- und Krankheitspyramide des Jahres 2025 um ein Jahr nach links verschiebt, die Bevölkerung also biologisch um ein Jahr verjüngt.

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Ein Jahr jünger und fitter spart zehn Milliarden Euro

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Nicht genug Anreize für Prävention

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