Studienergebniss
Immuntherapie gegen Allergien hilft am besten

Bei Patienten und Ärzten werden sie immer beliebter, nun hat auch eine medizinische Studie ihre gute Wirksamkeit nachgewiesen: Tabletten zur Immuntherapie sind die neue Waffe im Kampf gegen Allergien. Sie lösen die alte Injektionsbehandlung zunehmend ab.

DÜSSELDORF. Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (Iqwig) hat die neuesten unabhängigen Forschungsarbeiten zu Allergien analysiert, um herauszufinden, welche Therapien oder vorbeugenden Maßnahmen tatsächlich wirken. Das Ergebnis: Die spezifische Immuntherapie gegen allergische Beschwerden kann vielen Menschen helfen.

Bei dieser auch Hyposensibilisierung genannten Behandlung wird der Wirkstoff, ein Allergenextrakt, als Spritze unter die Haut oder in Form von Tropfen, Tabletten oder Spray unter die Zunge (sublingual) gegeben. Die Therapie wird immer häufiger eingesetzt: Der Arzneiverordnungs-Report 2007 zeigt, dass mehr als ein Dutzend dieser Extrakte mittlerweile zu den 3 000 Medikamenten zählen, die in Deutschland am häufigsten verschrieben werden. Gleichzeitig ist der Einsatz von so genannten Antihistaminika in den letzten Jahren zurückgegangen. Diese können Allergiesymptome zwar lindern, haben häufig aber unerwünschte Wirkungen.

"Besonders die sublinguale Immuntherapie wird in Europa immer beliebter", sagt der Leiter des Iqwig, Peter Sawicki. Die Forschung habe gezeigt, dass sie bestimmte allergische Reaktionen bei Erwachsenen verringern kann und weniger unerwünschte Wirkungen auslöst als die Injektionsbehandlung. "Wir sind noch nicht völlig sicher, ob die Therapie genauso wirksam ist wie die Behandlung mit Spritzen, und ob sie auch bei Kindern wirkt", so Sawicki. Studien, die diese Fragen derzeit untersuchen, könnten aber bald Antworten liefern.

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