Südkorea
Zahl der Mers-Opfer steigt weiter

Der Mers-Ausbruch in Südkorea hat weitere Todesopfer gefordert, mehr als 6700 Menschen sind inzwischen unter Quarantäne gestellt. Unterdessen meldet auch Thailand den ersten Mers-Fall.
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SeoulIn Südkorea ist die Zahl der Opfer des Mers-Virus nach drei weiteren Todesfällen auf 23 gestiegen. Die Behörden meldeten zudem am Donnerstag drei neue Ansteckungsfälle. Von den Patienten mit der gefährlichen Atemwegserkrankung schwebten 17 in Lebensgefahr, hieß es.

Um den Ausbruch in den Griff zu bekommen, sind inzwischen mehr als 6700 Menschen unter Quarantäne gestellt. Sie befinden sich zu Hause oder in Isolierstationen. Südkorea erlebt derzeit den größten Mers-Ausbruch außerhalb der arabischen Halbinsel. Erster bestätigter Kranker mit Mers in dem Land war im Mai ein 68-Jähriger, der von einer Nahost-Reise zurückgekehrt war.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hatte den Mers-Ausbruch in Südkorea am Mittwoch einen „Weckruf“ genannt und den unbedarften Umgang der Gesundheitsbehörden und Bürger mit dem hochansteckenden Virus kritisiert. So seien Mers-Patienten beispielsweise über lange Zeiträume in überfüllten Notaufnahmesälen untergebracht worden. Zur Verbreitung der Krankheit trägt laut WHO aber auch bei, dass Menschen mit möglichen Symptomen mehrere Krankenhäuser hintereinander aufsuchen, um sich dort eine Zweit- oder Drittmeinung einzuholen.

Zudem kritisierte die WHO, dass viele Besucher und Angehörige von Infizierten sich mit diesen in ihren Krankenhauszimmern aufhielten. So entfiel nach Behördenangaben gut ein Drittel aller Ansteckungen auf Angehörige, die zuvor Patienten besucht hatten.

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Kritik an den Gesundheitsbehörden

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