Test mit Freiwilligen
Spanische Forscher testen Aids-Impfstoff

Spanische Mediziner bereiten den Test eines Aids-Impfstoffs an Freiwilligen vor. Der Impfstoff. der in Tierversuchen bereits erfolgreich war, soll den Ausbruch der Immunschwächekrankheit nach einer Infektion verhindern.
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HB BARCELONA. Spanische Mediziner wollen einen Aids-Impfstoff an Freiwilligen testen. Wie die Wissenschaftler am Dienstag in Barcelona mitteilten, soll der Impfstoff keine Infektion mit einem Aids-Erreger HIV verhindern, sondern davor schützen, dass nach einer Infektion mit dem Aidsvirus HIV die Immunschwächekrankheit ausbricht.

Bei 0,5 Prozent der HIV-infizierten Patienten breche Aids niemals aus, erläuterte einer der Mediziner. Der von Wissenschaftlern des staatlichen Forschungsinstituts CSIC entwickelte Impfstoff soll diese Situation bei anderen Patienten "reproduzieren". An der im Januar beginnenden Testreihe nehmen 30 Freiwillige teil, die nicht HIV-infiziert sind. 24 von ihnen bekommen den Impfstoff aus Proteinen injiziert, die den HIV-Eiweißmolekülen nachgebildet sind.

Die Mediziner prüfen dann, ob sich im Körper der Testpersonen Antikörper bilden. Die übrigen sechs Freiwilligen bekommen ein wirkstoffloses Placebo verabreicht und dienen als Vergleichsgruppe. Die Forscher hatten den Impfstoff zuvor an Mäusen und Affen getestet. Der Leiter des Ärzteteams, Mariano Esteban, betonte, es sei ausgeschlossen, dass die Freiwilligen bei dem Test mit dem Aidserreger HIV infiziert würden.

Die amerikanische Gesundheitsbehörde hatte kürzlich angekündigt, eine Pille zu testen, die gesunde Menschen vor einer Infektion mit dem Aidserreger HIV schützen soll. Nach Auskunft des zuständigen US-Bundesinstituts (NIAID) wird der klinische Versuch derzeit in den Vereinigten Staaten und anderen Ländern wie Brasilien, Thailand, Indien sowie Südafrika vorbereitet.

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