Tödliche Epidemie
Neue Hoffnung durch Ebola-Schnelltest

Die Weltgesundheitsorganisation zählt mehr als 16.000 Ebola-Infektionen weltweit. Guinea, Liberia und Sierra Leone trifft die tödliche Epidemie am schlimmsten. In Guinea sorgt ein Schnelltest jedoch für neue Hoffnungen.
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Dakar/LondonDie Zahl der Ebola-Erkrankungen hat nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation die Marke von 16 000 überschritten. Die Zahl der Toten durch das Virus nähert sich den 7000, teilte die WHO in Dakar mit. Der bislang größte Ausbruch der tödlichen Viruskrankheit hat vor allem die drei westafrikanischen Länder Guinea, Liberia und Sierra Leone erfasst.

Nach den am Freitag veröffentlichten jüngsten Daten sind in den drei Ländern bisher 16 169 Ebola-Fälle registriert worden. Darüber hinaus hat es noch an die 40 Infektionen mit dem Virus gegeben. Liberia verzeichnet bisher die meisten Toten und Erkrankungen. Die Infektionsrate hat sich dort inzwischen verlangsamt. Am schnellsten breitet sich das Virus jetzt in Sierra Leone aus.
Indes soll ein Schnelltest zur Diagnose von Ebola demnächst im westafrikanischen Guinea geprüft werden. Das tragbare Labor soll die Virusinfektion in Blut oder Speichel binnen 15 Minuten anzeigen, wie die britische Stiftung Wellcome Trust am Freitag mitteilte. Dies würde die Diagnosedauer auf ein Sechstel der bislang nötigen Zeitspanne von etwa 1,5 Stunden reduzieren.

„Ein zuverlässiger 15-Minuten-Test, der Ebola-Fälle bestätigen kann, wäre ein Schlüsselwerkzeug für eine wirksame Kontrolle der Ebola-Epidemie und würde es ermöglichen, Patienten zu ermitteln und möglichst schnell zu behandeln“, heißt es in einer Erklärung des Wellcome Trust. „Das erhöht nicht nur die Überlebenschancen der Patienten, sondern verhindert auch die Übertragung des Virus auf andere Menschen.“

Das tragbare Labor, das Solarzellen und einen Monitor umfasst, benötigt weder Kühlmöglichkeit noch externen Stromanschluss und soll damit den Anforderungen in entlegenen Regionen genügen. Finanziert wird der Test in der guineischen Hauptstadt Conakry von der Stiftung und der britischen Regierung.

Agentur
ap 
Associated Press / Nachrichtenagentur
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