Versteckte Zahnspangen
Das Ende der Ungetüme

Zahnspangen sind nützlich, aber hässlich. Niemand mag mit einem metallenen Ungetüm im Mund herumlaufen. Daher arbeiten Kieferorthopäden schon lange an der so genannten Lingualtechnik. Das Ergebnis: die unsichtbare Zahnspange.

DÜSSELDORF. Schiefe Zähne sind nicht nur ein kosmetisches Problem. Die Zahnstellung sollte vor allem deshalb korrigiert werden, weil zu enge Zahnzwischenräume die Entwicklung von Karies und Parodontose begünstigen. Ein schiefer Biss führt zudem zu Schmerzen im Kiefergelenk. Bei ungünstigen Druckverhältnissen und ausgeprägter Parodontose können sich die Zähne sogar lockern und schließlich ausfallen.

Bei der so genannten Lingualtechnik werden die Brackets – die kleinen Metallhalterungen an den Zähnen – und die Drähte, mit denen jeder einzelne Zahn mit leichtem Druck an die optimale Position geschoben wird, nicht außen, sondern innen an den Zähnen befestigt. Studien zeigen, dass Zahnstellung und Zahnlücken mit der Lingualtechnik genauso wirksam korrigiert werden können, wie mit herkömmlichen festsitzenden Spangen. Nur – man sieht sie eben nicht.

Die Lingualtechnik ist zwar schon seit Ende der 70er Jahre bekannt, mit den ersten innenliegenden Zahnspangen – die zunächst vor allen in USA und Japan verbreitet wurden – war jedoch die Justierung der Drähte und Feineinstellung der Brackets äußerst kompliziert und zeitaufwendig. Die Krafteinwirkung auf die Zähne konnte nicht so exakt koordiniert werden, wie mit anderen Behandlungstechniken. Zudem war die innenliegende Klammer für die Zunge extrem gewöhnungsbedürftig und beeinträchtigte die Patienten in den ersten sechs bis zwölf Wochen bei der Aussprache.

Daher haben zahlreiche Zahnärzte und Brackethersteller die Methode weiter entwickelt und optimiert. So auch die Kieferorthopäden Dirk Wiechmann und Rüdger Rubbert. Sie haben Ende der 90er Jahre ein computergestütztes Verfahren entwickelt, mit dem nicht nur die Brackets, sondern auch die Bögen für jeden Patienten individuell hergestellt werden können.

Seite 1:

Das Ende der Ungetüme

Seite 2:

Seite 3:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%