Virtuelle Darmspiegelung wird immer genauer
Computertomograph entdeckt Darmkrebs

HB WIESBADEN. Die virtuelle Darmspiegelung mit Hilfe der Computertomographie kann inzwischen ebenso sicher Krebsvorstufen erkennen wie die klassische Koloskopie per Endoskop. Darauf haben Experten beim Deutschen Röntgenkongress in Wiesbaden hingewiesen. Vor allem Risikopatienten, die regelmäßig den gesamten Dickdarm untersuchen lassen müssten, profitierten von dem neuen schonenderen Verfahren, das ständig weiter verbessert werde.

Seit Herbst 2002 zahlen die Kassen je eine Darmspiegelung im Alter von 55 und 65 Jahren, um Polypen so früh wie möglich zu diagnostizieren. Viele Patienten empfinden die klassische Untersuchung als unangenehm: Der Darm muss am Vortag der Spiegelung mit Hilfe von drei bis vier Litern Spezialflüssigkeit gründlich gereinigt werden. Hinzu kommt das Verletzungsrisiko, das wie bei jedem operativen Eingriff besteht.

Die virtuelle Spiegelung, bei der die unangenehme Einführung einer Endoskopkamera in den Enddarm nicht erforderlich ist, sondern ein Computertomograph Schnittbilder von der Darmregion erfasst, hat solche Risiken nicht. Allerdings kann damit auch nicht sofort Gewebe entfernt werden. Doch nicht jeder kleine Polyp unter fünf Millimeter Größe müsse abgetragen werden, betonte Rogalla. Nach einer Studie Erlanger Ärzte enthalten derart kleine Wucherungen keinerlei Krebszellen. Daher müssten nur Polypen mit größerem Durchmesser tatsächlich entfernt werden, erklärte der Radiologe.

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