Was Sie über das Virus wissen müssen
Wie groß ist die Ebola-Gefahr für Deutschland?

Westafrika erlebt den schlimmsten Ebola-Ausbruch aller Zeiten. Die Sorge wächst, dass sich das Virus durch Reisende weiter ausbreiten könnte. Kann uns Ebola gefährlich werden? Die elf wichtigsten Fragen und Antworten.
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Wie gefährlich ist Ebola?

Das Ebola-Virus gehört zu den gefährlichsten Krankheitserregern der Welt – zum einen, weil es gegen den Erreger kein wirksames Heilmittel gibt. Zum anderen, weil die Sterberate extrem hoch ist. Je nach Art des Virus sterben bis zu 90 Prozent der Erkrankten. Die aktuelle Ebola-Epidemie in Westafrika führen Forscher auf das Zaire-Ebolavirus (ZEBOV) zurück, das als tödlichster Erregerstamm gilt.

Wie wird Ebola übertragen?

Ebola kann von bestimmten Wildtieren auf den Menschen übertragen werden, etwa von Affen, bestimmten Antilopen-Arten oder Flughunden. Der Verzehr solcher Tiere als sogenanntes Buschfleisch ist vielerorts in den Ebola-Risikogebieten üblich. Deshalb hat die Weltgesundheitsorganisation WHO schon vor einigen Wochen ausdrücklich davor gewarnt, Fleisch von Wildtieren zu verzehren.

Nach Untersuchungen von nordamerikanischen Wissenschaftlern lässt sich die aktuelle Ebola-Epidemie wohl auf Flughunde zurückführen. Entweder seien manche der Tiere in der Region schon seit langem Träger des Virus – oder ein infizierter Flughund sei aus Zentralafrika hergezogen, heißt es in der aktuellen Ausgabe des Fachmagazin „PLOS Neglected Tropical Diseases“. Nach Angaben der Uno-Ernährungsorganisation FAO werden Flughunde in Westafrika getrocknet oder auch in scharfen Suppen gegessen.

Eine Übertragung von Mensch zu Mensch erfolgt nur bei direktem Kontakt mit dem Infizierten oder mit seinen Körperflüssigkeiten. Eine Ausbreitung des Erregers durch die Luft wie etwa bei Grippeviren ist nicht möglich.

Was sind die typischen Symptome einer Ebola-Erkrankung?

Anfangs ähneln die Symptome denen einer harmlosen Erkältung: Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen, Schwächegefühl. Auch Durchfall und Erbrechen zählen zu den frühen Anzeichen der Erkrankung. Im weiteren Verlauf kommt es dann zu schweren inneren und äußeren Blutungen, da das Virus verschiedene Gewebe des Körpers angreift. Ebola wird daher auch den sogenannten hämorrhagischen, das heißt Blutungen auslösenden, Fiebern zugeordnet. Die Blutungen führen schließlich in Verbindung mit akutem Organversagen zum Tod.

Von der Ansteckung bis zu den ersten Symptomen vergehen etwa acht bis zehn Tage. In dieser Zeit ist der Infizierte nicht ansteckend.

Was hilft gegen Ebola?

Derzeit gibt es weder ein Heilmittel noch eine vorbeugende Impfung gegen Ebola. Der einzige Schutz ist daher die Vermeidung des Kontakts mit einem Infizierten beziehungsweise mit infizierten Tieren. Weltweit wird zwar an Medikamenten und Impfstoffen gegen Ebola geforscht, doch bislang ist noch keiner der Wirkstoffe so weit entwickelt, dass er am Menschen getestet werden könnte.

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