Weltschlaftag: Warum schlechter Schlaf schlimme Folgen hat

Weltschlaftag
Warum schlechter Schlaf schlimme Folgen hat

Männer schlafen tief und fest, während Frauen mit Schlafproblemen kämpfen – Klischee oder Wahrheit? Eine Forsa-Umfrage enthüllt Ergebnisse zum Schlafverhalten der Deutschen und zeigt, wie gefährlich zu wenig Schlaf ist.

KölnZugegeben, diesen Termin hätten wir beinahe verpennt. Wäre da nicht die Mitteilung zur repräsentativen Forsa-Umfrage in unserem Postfach gelandet, die die Krankenkasse Knappschaft zum Thema Schlafen in Auftrag gegeben hat. Die Bilanz: Um unseren Schlaf ist es nicht sonderlich gut bestellt. Die Umfrage zeigt, dass 25 Prozent aller Deutschen pro Nacht durchschnittlich nur sechs Stunden schlafen, neun Prozent kommen nur auf bis zu fünf Stunden.

Damit, so heißt es in der Studie, gefährden sie auf lange Sicht ihre Gesundheit und provozieren eine geringere Lebenserwartung. Nach Einschätzung von Medizinern haben sich Schlafstörungen inzwischen zu einer regelrechten Volkskrankheit entwickelt. Welche Ursachen liegen den Schlafproblemen zugrunde, warum nehmen Schlafstörungen in unserer Gesellschaft zu und was kann dabei helfen, guten Schlaf zu finden? Die Studie liefert Antworten.

Ein Drittel seines Lebens verbringt der Mensch mit Schlafen. Vergeudete Zeit? Mitnichten, schließlich gehört doch der Schlaf neben dem Essen und Trinken zu unseren biologischen Notwendigkeiten, er fördert die Gesundheit und macht leistungsfähiger. Jedoch erleben laut Forsa 53 Prozent der über 1.500 befragten Bundesbürger über 18 Jahre ihren Schlaf als nicht erholsam. Sieben Stunden, so heißt es, gelten laut amerikanischer Schlafakademie als optimale Schlafdauer. Wer aber dauerhaft zu wenig oder schlecht schläft, muss mit Konsequenzen rechnen: „Wir wissen seit diesem Jahr, dass mehr als zehn Jahre zu kurzer oder zu schlechter Schlaf an die Lebenserwartung geht“, sagt Ingo Fietze, Experte der Knappschaft und Leiter des Interdisziplinären Schlafmedizinischen Zentrums der Charité in Berlin.

Warum das so ist? In ruhelosen Nächten schüttet der Körper vermehrt Stresshormone aus, die unter anderem das Herz-Kreislauf-System belasten. Weitere langfristige Folgen drohen den Schlaflosen: Übergewicht, Bluthochdruck oder psychische Erkrankungen sind nur einige weitere Beispiele. Kurzfristig kommt es außerdem zu Tagesmüdigkeit (31 Prozent der Befragten), Stimmungsschwankungen (24 Prozent der Befragten) oder Konzentrationsproblemen (20 Prozent der Befragten).

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Wer viel schläft ist faul?

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