Weltweit forschen Mediziner an Mitteln gegen die Lungenseuche
Erstes Sars-Medikament ist auf dem Markt

dpa/der DÜSSELDORF. China hat das weltweit erste Medikament gegen die lebensbedrohliche Lungenkrankheit Sars zugelassen. Das Mittel sei aus Antikörpern von genesenen Sars-Patienten entwickelt worden, berichtet die Nachrichtenagentur China News Service. Das Immunoglobulin dürfe jedoch nur Patienten gegeben werden, die ohne diese Behandlung am Schweren Akuten Atemwegssyndrom sterben würden.

Mit der Unterstützung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) arbeiten chinesische Forscher darüber hinaus an einem Sars-Impfstoff, für den bereits klinische Tests laufen. Die Entwicklung einer zuverlässigen Impfung kann nach WHO-Einschätzung allerdings noch Jahre dauern.

Weltweit wird nach Medikamenten gegen Sars geforscht. So hat ein internationales Forscherteam mit Beteiligung Marburger Mediziner auf künstlichem Wege ein Antikörper-Serum entwickelt. Anders als die Chinesen sind die Forscher aus der Schweiz, Italien, den USA und Deutschland nicht auf ausreichend genesene Sars-Patienten angewiesen, um aus deren Blut Antikörper zu gewinnen. Sie können die Antikörper quasi im Reagenzglas züchten. Das Mittel ist jedoch frühenstens in einem Jahr marktreif.

Das Schwere Akute Atemwegssyndrom (Sars) war 2002 zuerst in Südchina beobachtet worden und war anschließend fast weltweit aufgetreten. Rund 8000 Sars-Fälle wurden registriert, 900 Patienten starben. Zuletzt war Sars in diesem März in China ausgebrochen. Mitarbeiter eines Viruslabor in Peking hatten sich mit den Sars-Coronaviren infiziert und weitere Menschen angesteckt.

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