Wenn der Hals kratzt und die Nase läuft
Die Nase voll von der Erkältung

Alle Jahre wieder Husten, Schnupfen, Heiserkeit. Wieso wir uns im Herbst erkälten und was vorbeugt.

HB FRANKFURT. Der Kollege hustet quer über den Tisch, in der Bahn niesen die Mitfahrer links und rechts – und früher oder später erwischt es einen auch selbst.

Laut Statistik erkältet sich jeder erwachsene Mitteleuropäer einmal pro Jahr. Der grippale Infekt, der trotz seines Namens nichts mit der Grippe zu tun hat, droht meist in Herbst und Winter. Meist schlägt die Erkältung zu, wenn man unterkühlt ist – wie das Wort auch nahe legt. Mit fallender Temperatur sinkt auch die körpereigene Abwehr. Ist etwa die Nase kalt, wird sie schlechter durchblutet. Die Schleimhäute arbeiten nicht mehr optimal. Das nutzen eindringende Viren. Ehe das Immunsystem anspringt, haben sie sich schon so weit verbreitet, dass sie für eine Menge Ärger sorgen.

Ein weiteres Problem: In geschlossenen Räumen sind wir den Erregern, die Erkältete ausniesen und -husten, permanent ausgesetzt.

Auslöser von Erkältungen sind eine ganze Reihe verschiedener Viren. Die Vielfalt der Erreger macht die Erkältung zum jährlich wiederkehrenden Ereignis. Zum einen sorgt sie dafür, dass das Immunsystem immer wieder von einem neuen, noch unbekannten Virus überrannt werden kann. Zum anderen ist es durch die verschiedenen Erreger besonders schwer, ein Medikament gegen Erkältung zu entwickeln.

Neu auf dem Markt ist ein Nasenspray, dass die Vermehrung der Viren verhindern soll. In klinischen Studien hat das Medikament die Dauer der Erkältung in vielen Fällen um zwei oder drei Tage verringert. Alle anderen Mittel wirken rein symptomatisch. Sie beruhigen die laufende Nase und den kratzenden Hals, lindern die auftretenden Gelenkschmerzen – den Viren aber können sie nichts anhaben.

Die muss das Immunsystem selbst in den Griff bekommen. In der Regel dauert eine Erkältung acht bis zehn Tage und ist zwar lästig, aber ungefährlich. Ein Risiko ist, sich in der Erkältungszeit auch noch eine bakterielle Infektion zuzuziehen. Ärzte empfehlen deshalb chronisch Kranken und älteren Menschen die Impfung gegen Pneumokokken – Bakterien, die eine Lungenentzündung auslösen.

Allgemein gilt: Die Abwehrkräfte stärken. Das ist die beste Vorbeugung. HNO-Ärztin May von der Frankfurter Uni-Klinik empfiehlt dafür „Sport, Spaziergänge bei Wind und Wetter und vitaminreiche Kost“.

Quelle: News Frankfurt

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