Westafrika
Ebola-Kranke in Quarantäne

Die Ebola-Epidemie im westafrikanischen Guinea breitet sich aus. Im Nachbarland Liberia gibt es mehrere Verdachtsfälle. Ein Verdachtsfall in Kanada hat sich allerdings nicht bestätigt.
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ConakryDie Ebola-Epidemie in Guinea droht auf andere Teile Westafrikas überzugreifen. Weitere mögliche Erkrankungen wurden am Dienstag aus dem benachbarten Liberia gemeldet. Ein Verdachtsfall in Kanada bestätigte sich hingegen nicht.

Bisher sind 60 Todesfälle durch das gefährliche Virus bestätigt. "Ärzte ohne Grenzen" behandelte neun weitere Patienten, die meisten von ihnen in einer Quarantänestation in Guéckédou im Süden Guineas.

Die Ärzteorganisation schickte Einsatzteams in ländliche Gegenden, um dort nach möglichen weiteren Infizierten zu suchen. „Um diese Epidemie einzudämmen, ist es entscheidend, die gesamte Übertragungskette nachzuverfolgen“, sagte die Tropenmedizin-Expertin Esther Sterk.

Sechs der letzten sieben Blutproben, die für Tests von Guinea nach Frankreich geschickt worden waren, wurden positiv auf Ebola getestet, und zwar konkret auf den aus dem Kongo stammenden Zaire-Erregerstamm. Bei diesem verläuft die Krankheit in bis zu 90 Prozent der Fälle tödlich.

Gegen Ebola gibt es keine Impfung oder konkrete Behandlungsmethode. Die ersten Symptome – hohes Fieber, Schwächegefühl und Kopfschmerzen – können auch auf Malaria hindeuten, die in Westafrika weit häufiger vorkommt. Ebola hingegen war in der Region seit zwei Jahrzehnten nicht mehr ausgebrochen. Die Krankheit wird schließlich eindeutig, wenn die Opfer beginnen, Blut zu erbrechen oder aus ihren Augen, Nasen und Ohren zu bluten.

In Liberia wurden am Dienstag acht mögliche Ebola-Fälle geprüft. Fünf der Patienten seien gestorben, nachdem sie aus Guinea eingereist seien, teilten die Behörden dort mit.

Auch bei einem kürzlich von Liberia nach Kanada zurückgekehrten Mann war kurzzeitig der Verdacht einer Ebola-Infektion aufgekommen. Tests hätten aber ergeben, dass es sich nicht um das gefährliche Virus handelte, teilte eine Sprecherin des kanadischen Gesundheitsministeriums mit. Der Mann sei allerdings sehr krank und bleibe auf der Isolierstation des Krankenhauses in Saskatchewan.

Agentur
ap 
Associated Press / Nachrichtenagentur
Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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