Wissenschaft
Koffein stoppt Alzheimer

Koffein kann offenbar den Gedächtnisverlust bei einer Alzheimer-Erkrankung aufhalten. Über entsprechende Versuche mit Labormäusen berichten Wissenschaftler des Alzheimers Disease Research Center der Universität von South Florida.

dpa NEW YORK. Amerikanische Forscher haben in Tests mit Mäusen herausgefunden, dass Koffein den Gedächtnisverlust bei einer Alzheimer-Erkrankung stoppt. Die Substanz verminderte bei den Tieren sowohl im Gehirn als auch im Blut signifikant das für die Alzheimer-Krankheit verantwortliche Protein. Das berichten die Wissenschaftler vom Alzheimers Disease Research Center der Universität von South Florida.

„Die neuen Erkenntnisse zeigen, dass Koffein auch eine entwicklungsfähige Behandlung für bestehende Alzheimer-Erkrankungen sein könnte und nicht nur eine vorsorgliche Strategie“, so Studienleiter Gary Arendash in einer Mitteilung des Forschungszentrums. „Das ist wichtig, weil Koffein für die meisten Menschen ein sicheres Mittel ist. Es geht schnell ins Gehirn und scheint den Krankheitsprozess direkt zu beeinflussen.“

Bei dem Versuch wurde das Erbgut von 55 Mäusen so verändert, dass sie alle mit etwa 18 bis 19 Monaten - vergleichbar etwa einem Lebensalter von 70 Jahren bei Menschen - Alzheimer-ähnliche Symptome zeigten. Die Hälfte der Tiere bekam daraufhin täglich so viel Koffein, wie in fünf Tassen amerikanischem Kaffee enthalten ist. Die anderen erhielten nur Wasser.

Nach zwei Monaten schnitten die Kaffee-Mäuse bei Gedächtnistests sehr viel besser ab als die Wasser-Mäuse - ihre Erinnerungsleistung entsprach der von gleichaltrigen Tieren ohne Demenz, so die Forscher.

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