Wissenschaft
Obst und Gemüse senken Schlaganfallrisiko

Obst und Gemüse können die Gefahr eines Schlaganfalls deutlich senken. Schon drei bis fünf Portionen am Tag verringern das Risiko um elf Prozent, wie Forscher im britischen Medizinjournal „The Lancet“ (Bd. 367, S. 320) von diesem Samstag berichten.

dpa LONDON. Wer öfter als fünf Mal pro Tag zu Äpfeln, Birnen oder Karotten greift, hat demnach sogar ein 26 Prozent niedrigeres Risiko als Menschen, die weniger als drei Obst- und Gemüseportionen täglich essen. Das Team um Feng He von der Universität London hatte acht Studien mit insgesamt knapp 260 000 Teilnehmern zusammengefasst, bei denen Ärzte fast 5000 Schlaganfälle diagnostiziert hatten.

Im Schnitt verspeisen die Menschen in den Industrieländern derzeit nur etwa drei Portionen Obst und Gemüse am Tag, wie He und Kollegen betonen. Ein paar mehr Bananen und Radieschen könnten zahllose Todesfälle und Behinderungen verhindern helfen, meinen sie. Schlaganfall sei in den meisten Industrieländern die dritthäufigste Todesursache und der häufigste Auslöser von Behinderungen. „Solch eine Ernährungsumstellung würde auch andere Herzkreislaufleiden und manche Krebsarten reduzieren“, urteilt He. Vor allem Kinder sollten rechtzeitig zu einem gesunden Ernährungsverhalten erzogen werden, um ihnen spätere chronische Leiden zu ersparen, heißt es in „The Lancet“.

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