Wissenschaft
Positive Bilanz für „Galileo“-Therapie

Zwei Jahre nach dem Start der „Galileo“-Therapie für Kinder im Rollstuhl als Weltneuheit haben Wissenschaftler in Köln eine positive Bilanz gezogen.

dpa KöLN. Zwei Jahre nach dem Start der "Galileo"-Therapie für Kinder im Rollstuhl als Weltneuheit haben Wissenschaftler in Köln eine positive Bilanz gezogen.

303 Junge und Mädchen hätten das Vibrationsgerät zum Geh- und Stehtraining bisher genutzt, sagte der medizinische Leiter des eigens eingerichteten Jugend- Rehabilitationszentrums am Kölner Uni-Klinikum, Prof. Eckhard Schönau, am Freitag. Bei den kleinen Patienten habe sich vermehrt Muskel- und Knochenmasse aufgebaut, die Muskelfunktionen seien besser geworden.

"Insbesondere zeigen sehr viele Kinder im Alltag einen höheren persönlichen Freiheitsgrad, mehr Körpersicherheit und Selbstvertrauen für ihre Bewegungsabläufe", ergänzte Schönau. Das Trainingsgerät "Galileo" war ursprünglich für Weltraum-Aufenthalte in der Schwerelosigkeit entwickelt worden. Das Astronauten-Gerät wurde so modifiziert, dass Kinder in liegender Position in der Klinik wie auch zu Hause üben können. Die Therapie war Anfang 2006 nach dreijähriger Pilotphase als weltweit einzigartig in Köln vorgestellt worden. Bundesweit sind derzeit 30 000 bis 50 000 Kinder auf den Rollstuhl angewiesen.

Die Barmer Ersatzkasse kündigte an, das Therapiekonzept auch weiterhin für ihre Versicherten zu finanzieren. Weitere Kassen haben sich den Angaben zufolge ebenfalls angeschlossen. Die stellvertretende Barmer-Vorstandschefin Birgit Fischer betonte, dass die erzielte bessere Mobilität und Lebensqualität der teilnehmenden Kinder auch zu einem Rückgang der Klinikaufenthalte und Operationen geführt habe. Zudem seien Begleit-Erkrankungen seltener aufgetreten.

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