Wissenschaft
Studie: Pizzagewürze wirken gegen Entzündungen

Pizzagewürze wie Oregano können einer Studie zufolge gegen Entzündungen helfen. Forscher der Universität Bonn und der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) Zürich haben damit schon erste Erfolge bei Mäusen erzielt, wie die Bonner Universität berichtete.

dpa BONN/WASHINGTON. Pizzagewürze wie Oregano können einer Studie zufolge gegen Entzündungen helfen. Forscher der Universität Bonn und der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) Zürich haben damit schon erste Erfolge bei Mäusen erzielt, wie die Bonner Universität berichtete.

Der in vielen Gewürzpflanzen enthaltene Wirkstoff Beta-Caryophyllen (E-BCB) lasse sich vielleicht auch gegen Erkrankungen wie Osteoporose oder Arterienverkalkung einsetzen. Daher könne E-BCP als Ausgangspunkt für neue Medikamente infrage kommen. Die Substanz stecke unter anderem auch in Basilikum, Rosmarin, Zimt und Pfeffer. Die Studie wurde in den "Proceedings" der US-Akademie für Wissenschaften (Pnas) veröffentlicht.

Nach den Untersuchungen der Wissenschaftler dockt E-BCB spezifisch an bestimmte Empfänger-Strukturen in der Zellmembran an, die sogenannten Cannabinoid-CB2-Rezeptoren. Dadurch verändere sich das Verhalten der Zelle, die dann auch weniger entzündungsfördernde Signalstoffe aussende. "Wir haben Mäuse, die unter einer entzündlichen Schwellung der Pfote litten, mit E-BCP behandelt", erläuterte Jürg Gertsch von der ETH Zürich. "In bis zu 70 Prozent der Fälle klang die Schwellung daraufhin ab." Experimente an Mäusen hätten außerdem gezeigt, dass die Substanz auch bei Osteoporose wirksam sei, erklärte Prof. Andreas Zimmer vom Bonner Life & Brain- Zentrum.

Mit Drogen hat E-BCB allerdings nichts zu tun. Der Stoff dockt zwar an den Cannabinoid-CB2-Rezeptor an, nicht jedoch an seinen Bruder namens CB1, über den etwa Marihuana seine Wirkung erzielt.

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