Zika-Epidemie
Auch Kambodscha macht mobil gegen Mücken

Die rasante Ausbreitung des Zika-Virus in Lateinamerika wird in Asien mit Sorge verfolgt, denn auch dort ist die Überträgermücke heimisch. In Kambodschas Hauptstadt Phnom Penh rücken nun die Mückenjäger aus.

BerlinAus Sorge vor einer Ausbreitung des Zika-Virus machen die Gesundheitsbehörden in Kambodscha gegen Mücken mobil. In der Hauptstadt Phnom Penh, einem beliebten Ziel von Südostasien-Urlaubern, sammelten Arbeiter am Donnerstag Mückenlarven ein und legten Eiablageplätze trocken.

Auch in Wohnhäusern und Gärten rückten sie mit langen Rohren an, um Gelbfiebermücken (Aedes aegypti) einzusaugen, die unter anderem Zika-Viren übertragen. Ähnliche Einsätze gibt es in anderen Ländern der Region wie Thailand, Malaysia und Singapur.

Das Zika-Virus steht im Verdacht, Schädelfehlbildungen bei Kindern im Mutterleib auszulösen. Die Babys kommen mit einem zu kleinen Schädel auf die Welt. Einen eindeutigen Beweis, dass der Erreger für die sogenannte Mikrozephalie verantwortlich ist, gibt es aber noch nicht. Das Virus, das 1947 im Zika-Wald in Uganda entdeckt worden war, hat sich in den vergangenen Monaten in großen Teilen Lateinamerikas ausgebreitet.

In Kambodscha ist das Zika-Virus seit langem bekannt. Bislang haben die Behörden bei Infizierten aber keine bleibenden Gesundheitsschäden festgestellt. Die Symptome wie Fieber sowie Muskel- und Kopfschmerzen sind normalerweise mild und verschwinden nach zwei bis sieben Tagen. Nicht jeder erkrankt überhaupt daran.

Das Gesundheitsministerium rief die Menschen dennoch auf, sich mit Mückenspray zu schützen und unter Moskitonetzen zu schlafen. Am Montag hatte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) wegen der raschen Verbreitung von Zika in Amerika einen globalen Gesundheitsnotstand ausgerufen.

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