Gefahr durch Cyberangriffe „Die politische Sphäre gerät unter Beschuss“

Hackerangriffe auf Parteien und Hetze im Netz: Droht uns ein schmutziger Wahlkampf? Verfassungsschutzpräsident Maaßen warnt vor Angriffen auf die „politische Sphäre“ – und bietet die Hilfe seiner Behörde an.
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Den Cyberraum als Hochrisikoraum betrachten. Quelle: dpa
Hackergefahr

Den Cyberraum als Hochrisikoraum betrachten.

(Foto: dpa)

BerlinHackerangriffe, die Brisantes aus dem Inneren einer Partei enthüllen. Und Roboterprogramme, die bei Facebook und Twitter Meinung machen. Was den Präsidentschaftswahlkampf in den USA gehörig durcheinandergewirbelt hat, könnte nächstes Jahr auch hierzulande passieren.

„Die politische Sphäre gerät immer mehr in den Fokus von Cyberoperationen“, sagte Hans-Georg Maaßen, Präsident des Verfassungsschutzes, auf der Handelsblatt-Tagung Cybersecurity in Berlin. Auch wenn es derzeit keine konkreten Hinweise auf Störungen gebe, sei Deutschland davor nicht gefeit.

So funktionieren professionelle Angriffe im Netz
Sensible Ziele
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Strom- und Telekommunikationsnetze zählen zu den kritischen Infrastrukturen, die, so heißt es in einem aktuellen Bericht der VDI-Nachrichten, immer häufiger Ziel von Hackerattacken sind. Erst kürzlich ließ ein Vorfall in der Ukraine die Experten aufhorchen…

Malware-Angriffe
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So geht der große Stromausfall, der die Hälfte aller Haushalte in der Region um die Stadt Ivano-Frankivsk betraf, auf einen Malware-Angriff zurück. Die Schadsoftware gelangte dabei durch infizierte Makro-Funktionen in Microsoft-Office-Dokumenten in das Betreibernetz. Ein Angriff, der in die Geschichte eingeht - als erster Stromausfall, der durch eine Cyberattacke ausgelöst wurde.

Angreifer rüsten auf
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Den Angreifern stehen immer stärkere Cyberwaffen zur Verfügung und neben Einrichtungen aus der Strom- und Telekommunikationsbranche werden, da sind sich Fachleute einig, auch Industrieanlagen künftig noch stärker zum Ziel werden.

Laxe Sicherheitsvorgaben
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Marcel Mock, Mitgründer des Sicherheitsanbieters Totemo, kritisiert im Gespräch mit den VDI-Nachrichten, dass es den Betrieben grundsätzlich nach am Bewusstsein fehle, dass auch von Datenzugriffen innerhalb des Unternehmens Risiken ausgehen. Auch schwache Passwörter oder gemeinsam genutzte Accounts würden den Abfluss schützenswerter Daten in dunkle Kanäle begünstigen.

Unsichtbare Schadsoftware
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Verstärkt setzen die Angreifer auf speicherresistente und dateilose Malware, um die Spuren, die sie in einem System hinterlassen, zu reduzieren. So wird Schadsoftware als Datei gar nicht mehr sichtbar und versucht, sich unlöschbar im Speicher festzusetzen - dagegen hat die Antivirus-Software kaum eine Chance.

Industrie 4.0
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Große Gefahren sehen Experten in der wachsenden Automatisierung in der Industrie und der steigenden Vernetzung von Maschinen. So bemängelt beispielsweise der Tüv Rheinland, dass die in solchen Industrienetzwerken verwendeten Protokolle zwar robust, aber häufig nicht sicher seien. Dazu kommen Sicherheitsmängel der eingesetzten Sensoren - für die Industrie 4.0 könnte das, so die VDI-Nachrichten, zur Achillesferse werden.

Ransomware
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Auch Ransomware, das erwarten Sicherheitsvorscher von Kaspersky, wird für das Internet der Dinge auftauchen. Dabei wird eine Schadware so installiert, dass ein Zugriff oder die Nutzung von Systemen nur mit einer Entschlüsselung oder einem Freigabecode möglich ist - dem folgen klassischerweise Lösegeldforderungen mit angedrohten Abschaltungen von Maschinen.

Dass Nachrichtendienste oder Armeen die Meinung in anderen Ländern beeinflussen wollen, sei nicht neu – ob über Flugblätter, Radiosender in der Landessprache oder Agenten vor Ort. Nun sei jedoch eine „eine gezieltere Einflussnahme am politischen Betrieb und den Medien vorbei“ zu beobachten, erklärte Maaßen.

Der Verfassungsschutzpräsident warnt vor Cyberangriffen auf die „politische Sphäre“. Quelle: dpa
Hans-Georg Maaßen

Der Verfassungsschutzpräsident warnt vor Cyberangriffen auf die „politische Sphäre“.

(Foto: dpa)

Staatliche oder halbstaatliche Akteure könnten das Internet nutzen, um direkt auf Wähler einzuwirken. „Der Bedeutungsverlust der traditionellen Medien als Filter“ begünstige das ebenso wie die Auflösung traditioneller Bindungen zu Milieus, Parteien oder Gewerkschaften.

Ein Beispiel ist der Fall Lisa: Anfang 2016 verschwand zwischenzeitlich ein russischstämmiges Mädchen in Berlin. Sie behauptete zunächst, festgehalten und vergewaltigt worden sein. Die Ermittlungen der Polizei ergaben aber, dass sie sich bei ihrem Freund aufgehalten hatte. Nach falschen Berichten in russischen Staatsmedien wie RT News demonstrierten hunderte Menschen vor dem Kanzleramt, zwischen Deutschland und Russland kam es zu diplomatischen Verstimmungen.

Ein Klima der Enthemmung
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4 Kommentare zu "Gefahr durch Cyberangriffe: „Die politische Sphäre gerät unter Beschuss“"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • "Herr Fritz Porters - 18.11.2016, 11:43 Uhr

    @ Herr Hoffmann

    ich habe nicht diesen enormen politischen Sachverstand wie Sie, aber die von Ihnen beschriebene "Grünen-Sozialistischen Vernichtungspolitik".... ist das sowas wie ein "Gemüseauflauf"? :-D
    Herrlich, die Kommentare sind echt Comedy... einige Artikel im HB sind echt besorgniserregend, aber die Kommentare können einem das Lachen zurückzaubern. Danke ...muss weiter arbeiten...aber nachher schaue ich noch mal in die Kommentare...will doch auch später noch was zu schmunzeln haben..."

    @Porters

    VIELEN DANK Herr Porters,
    es ist wirklich ein immenser Zeitaufwand, von morgens bis abends zu jedem Artikel so witzige Kommentare zu schreiben.
    Bei manchen Artikeln sogar mehrere.
    Schön das Sie das zu schätzen wissen.

    Aber die Ehre gebührt nicht mir alleine. An den Comedy-Kommentaren sind noch weitere Leute beteiligt die auch gewürdigt sein wollen:
    Paff, von Horn, Trautmann, Vinci Queri, Delli, Bollmohr, Caruso....

    ohne sie wäre ich hier sehr einsam !
    Danke

  • Stimmt nicht. Die einzige Spielregel die es gibt, sind keine Kinder. Ansonsten ist meine Herzdame (inzw. sogar Verlobte) absolut gleichberechtigt. Und wird nach der Uni als meine persönliche Fitnesstrainerin und Ernährungscoach arbeiten. Wenn ich mit spätestens Mitte 40 mit dem Börsenzeugs aufhöre, und als GT3 -Fahrer im selbst finanzierten Team in der VLN mit einem R8 LMSultra teilnehme

  • Bin nur 2x im Jahr in der Domstadt. Im Frühjahr zur FIBO, da der Kolibri als Sportwissenschaftlerin nach dem Uniabschluss als meine persönliche Fitnesstrainerin und Ernährungscoach arbeiten wird, und wir uns dort weitergehende Expertise holen. Und im Sommer zu den Kölner Lichter wegen des geilen Feuerwerks am Rhein. Außerdem hatte ich mal dort eine City-Immobilie im Townhaus-Stil, die ich aber dieses Jahr verkauft habe.

  • "Herr Fritz Porters - 18.11.2016, 11:43 Uhr

    @ Herr Hoffmann

    ich habe nicht diesen enormen politischen Sachverstand wie Sie, aber die von Ihnen beschriebene "Grünen-Sozialistischen Vernichtungspolitik".... ist das sowas wie ein "Gemüseauflauf"? :-D
    Herrlich, die Kommentare sind echt Comedy... einige Artikel im HB sind echt besorgniserregend, aber die Kommentare können einem das Lachen zurückzaubern. Danke ...muss weiter arbeiten...aber nachher schaue ich noch mal in die Kommentare...will doch auch später noch was zu schmunzeln haben..."

    @Porters

    VIELEN DANK Herr Porters,
    es ist wirklich ein immenser Zeitaufwand, von morgens bis abends zu jedem Artikel so witzige Kommentare zu schreiben.
    Bei manchen Artikeln sogar mehrere.
    Schön das Sie das zu schätzen wissen.

    Aber die Ehre gebührt nicht mir alleine. An den Comedy-Kommentaren sind noch weitere Leute beteiligt die auch gewürdigt sein wollen:
    Paff, von Horn, Trautmann, Vinci Queri, Delli, Bollmohr......

    ohne sie wäre ich hier sehr einsam !
    Danke

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