Riesiger Datendiebstahl: Hacker sollen „staatlichen Hintergrund“ haben

 

Riesiger Datendiebstahl
Yahoo ließ sogar Verizon im Dunkeln tappen

Hacker sollen „staatlichen Hintergrund“ haben

Wer von Yahoo bereits eine E-Mail bekommen hat, der ist akut gefährdet und unter den potenziellen Opfern. Passwort und Sicherheitsfragen sollten in diesem Fall sofort geändert werden. Aber auch allen anderen ist es geraten, die Gelegenheit zu nutzen, um reinen Tisch zu machen und die vergessenen Konten bei Yahoo-Mail und anderen Diensten auf den aktuellsten Stand zu bringen.

Es könnten allerdings bereits gefälschte E-Mails im Umlauf sein, warnt Yahoo, bei denen unter dem Vorwand, die Sicherheit wieder herzustellen, persönliche Angaben oder Passwörter abgefragt werden. Yahoo verweist darauf, dass dies in keinem Fall eine Mitteilung von dem Unternehmen ist.

Wer sein Passwort seit 2014 nicht mehr geändert hat, sollte es sofort nachholen, so Yahoo. Das ist schon eine interessante Eile bei einem Unternehmen, das selbst offenbar fast zwei Jahre gebraucht hat, um herauszufinden, dass die Daten überhaupt gestohlen wurden.

Yahoo glaubt, die Täter seien Hacker mit „staatlichem Hintergrund“. Das ist zunächst einmal eine gängige Umschreibung, um die Schuld Russland oder China zuzuschieben. Doch bislang hat Yahoo dafür keine Beweise vorgelegt.

Was bedeutet das Datendesaster nun für die anstehende Übernahme von Yahoo durch Verizon? Der Mobilfunkriese ist in erster Linie an den Kundenverbindungen und der Werbe-Technologie von Yahoo interessiert. Letzteres bleibt unberührt, aber viele Kunden könnten nun Yahoo verlassen.

Analysten gehen in ersten Stellungnahmen davon aus, dass Verizon den Deal nicht werde platzen lassen. Doch eine Preissenkung erscheint wahrscheinlich. Derzeit liegt das Angebot für die Kernaktivitäten von Yahoo bei 4,8 Milliarden Dollar.

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