Smartphones
Die Chinesen kommen!

Schon von Huawei oder ZTE gehört? Falls nicht, dürfte sich das bald ändern. Die chinesischen Hersteller wollen den Smartphone-Markt aufrollen. Die Mobilfunkmesse MWC in Barcelona zeigt: Sie können nicht nur billig.
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BarcelonaSuperlative sind in der Technologiebranche nichts Besonderes – sie gehören zum üblichen Marketing. Als aber am Sonntag Huawei auf dem Mobile World Congress erst erklärte, in die Liga der 100 bekanntesten Marken der Welt aufsteigen zu wollen und anschließend das „schnellste Smartphone der Welt“ für einen Kampfpreis ankündigte, sorgte das für einiges Aufsehen. Denn der chinesische Hersteller machte deutlich: Er hat was vor.

Die Lieblingshandys der Deutschen tragen das Logo von Apple oder Samsung, außerdem vielleicht von Nokia oder HTC. Doch es dürfte in den Händen und Taschen bald mehr Abwechslung geben: Denn Huawei und ZTE drängen auch außerhalb der Heimat mit aller Macht in den Markt.

Dass ausgerechnet zwei Hersteller aus China die Konkurrenz aufmischen wollen, kommt nicht von ungefähr. Smartphones sind zur Massenware geworden, die auch außerhalb der Wohlstandsregionen Europa und Nordamerika bezahlbar ist. Das aufstrebende Reich der Mitte dürfte bald der größte Smartphone-Markt sein, auch im Rest Asiens sowie in Afrika und Südamerika wollen die Menschen die Alleskönner-Geräte – vor allem günstige Modelle.

Dieser Boom beflügelt die chinesischen Hersteller. „Huawei und ZTE haben einen extrem großen Heimatmarkt und konnten dort eine große Cash-Basis aufbauen“, sagt Nikolaus Mohr, Partner bei der Unternehmensberatung Accenture. Die beiden profitieren außerdem von der Industriepolitik: „Sie wurden auch von der Regierung gefördert – ein typisch asiatisches Verhaltensmuster“, erklärt der Experte für Technologie und Telekommunikation. Die chinesische Regierung hat das Ziel ausgegeben, durch Zusammenschlüsse und Allianzen globale Giganten zu formen.

Aktuelle Zahlen der Marktforschungsfirma IDC zeigen die Stärke der Chinesen. Huawei verkaufte im vierten Quartal 10,8 Millionen Smartphones, fast doppelt so viele wie im Vorjahresabschnitt. Mit einem Marktanteil von 4,9 Prozent steigt der Hersteller aus der Metropole Shenzhen zur Nummer 3 hinter Samsung und Apple auf. ZTE liegt mit 4,3 Prozent Marktanteil nur knapp hinter Sony und vor großen Namen wie LG und HTC. Auch Lenovo wagt den Schritt ins Ausland und verkauft einige Modelle, derzeit in Indien, Indonesien, Vietnam und Russland.

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Die lukrative Oberklasse lockt

Kommentare zu "Die Chinesen kommen!"

Alle Kommentare
  • Der Vize-Präsident des Europageschäfts von Huawei heißt wohl eher Lars-Christian Weißwange und nicht Jens-Christian Weißwange.

  • Wenn ie sich mal zuhause umsehen, was Sie dort an Waren ais China herumstehen oder -hängen haben, müßten Sie schon längst tot sein.

  • Da die Dinger schon Jahre lang in China zusammengebaut werden,frage ich mich,warum es überhaupt so lange gedauert hat.
    Ich finde es nur gerecht,denn Apple z.B.,hätte bei seiner Gewinnspanne auch in den USA produzieren können und "Arbeitsplätze sichern",aber das macht man natürlich nur,wenn man das an die große Imageglocke hängen kann.

  • Wer jemals in China war, der weiß dass die Chinesen uns in vielen Bereichen technologisch längst überholt haben.

    Wenn mann durch Shanghai oder Hongkong läuft kommt man sich richtig arm und klein vor.

    Wir können von den Chinesen eigentlich nur lernen.

  • Gute Besserung!

  • Die Chinesen können nicht nur Handys.

    Zukünftig werden die alles können, was wir auch schon können oder nicht mehr können.

    Dank unseres vertrauensvollen, unbegrenzeten Know-How-Transfers und Fusionen mit Chinafirmen geben wir Ihnen die Blaupausen der westlichen Welt.

    Bald werden wir genauso von den Chinesen lernen können, wie man gute Elektro-Autos baut und viele andere chinesische zukunftsträchtige Produkte werden uns in Erstaunen versetzen.

    Das Einzige, wo die Chinesen noch von uns lernen können, ist unsere riesige Investition in die Sozial-Industrien und dem Unterhalten einer Transfer-Union zur Alimentation nicht wettbewerbsfähiger EU-Pleitegeier mit einer inkompatiblen Gemeinschaftswährung.

    Ob die Chinesen an solchen westlichen Export-Konzeptionen interessiert wären?

  • Bevor ich mir ein chinesisches Handy kaufe erschiesse ich mich lieber. Wahrscheinlich mit serienmässiger Spyware! (...)
    Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Nicht persönlich werden“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

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