Big Data im Sport
Der gläserne Lahm

Der FC Bayern will die volle Datenkontrolle über das Fußballspiel. Am Ende soll ein optimierter Sportler stehen. Doch wie steht es mit dem Schutz der Spielerdaten? Und was passiert, wenn der Spieler den Verein verlässt?
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München, FrankfurtIn dem Film „Moneyball“ spielt Brad Pitt 2011 einen Baseball-Manager, der seine Mannschaft mit dem Computer aus einer existenzbedrohenden Krise führt. Über eine ausgefeilte Spieleranalyse stellt er ein nahezu perfektes, aber zugleich finanzierbares Team zusammen, das am Ende sogar fast den Titel gewinnt.

So etwas hat der FC Bayern München zwar nicht nötig. Mit der goldenen Generation um Philipp Lahm, Bastian Schweinsteiger und Franck Ribéry haben die Bayern alles gewonnen, was es in den vorigen Jahren zu holen gab.

Doch die Ambitionen der Münchener sind ungebrochen hoch. Für zukünftige Titelgewinne hat die Vereinsführung einen weiteren Verbündeten ausgemacht: Es gelte nun, „die Technik des 21. Jahrhunderts für uns zu nutzen“, sagte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge in den Tagen vor dem Start der Saison. Gemeinsam mit SAP, dem weltgrößten Hersteller von Firmensoftware, will der Verein Werkzeuge entwickeln, mit denen der sportliche und geschäftliche Erfolg noch größer werden soll.

„Wir bewegen uns zwischen Lederhose und Laptop“, scherzte Rummenigge bei der Vorstellung der Technologiepartnerschaft in der Münchener Allianz-Arena. Neben Programmen, mit denen etwa die Betreuung der Fans oder das Merchandising gesteuert werden kann, geht es vor allem um das wertvollste Asset des FC Bayern: die Spieler.

Schrittweise soll der Spiel- und Traningsbetrieb des Klubs digitalisiert werden. Daten etwa über das Leistungsvermögen, die Stärken und Schwächen, aber auch die Gesundheit der Spieler sollen erfasst und für optimale Betreuung des Kaders genutzt werden.

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