Deutsche Bahn Staatskonzert erprobt „Bahn 4.0“

Die Deutsche Bahn entwickelt in ihrem Zukunftslabor d.lab Perspektiven für die digitale Welt. Die Start-up-Atmosphäre soll hier Kreativität wecken. das erste Ergebnis gibt es bereits: eine App für die Apple Watch.
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Die Digitalisierung durchdringt mittlerweile sämtliche Lebensbereiche – die Deutsche Bahn will nicht abgehängt werden. Quelle: dpa
Bahn-App

Die Digitalisierung durchdringt mittlerweile sämtliche Lebensbereiche – die Deutsche Bahn will nicht abgehängt werden.

(Foto: dpa)

FrankfurtZugreisen könnten so schön sein: Das Smartphone vibriert so lange, bis der Bahnreisende genau an der richtigen Stelle des Bahnsteigs steht. Dort öffnet sich Minuten später die Tür zum ICE-Waggon mit dem reservierten Sitzplatz. Der Zug hat Verspätung? Kein Problem. Ein detaillierter Umsteige-Plan inklusive Alternativen mit Bus, Flugzeug oder Mietwagen kommt innerhalb von Minuten. Natürlich mit neuer Zeitkalkulation für die Ankunft am Zielort.

Doch zwischen Zukunftsvision und Alltagserfahrung liegen Welten. Hier der Traum von einer kundenfreundlichen digitalen Zeit, dort die graue Wirklichkeit mit gedruckten Fahrplänen, verspäteten Zügen und zugigen Bahnhöfen.

Dieser Gegensatz mag Grund dafür sein, dass die Deutsche Bahn ihre Zukunft ausgerechnet im Frankfurter Bahnhofsviertel plant. Dort, wo auf der anderen Straßenseite das heruntergekommene „Eros-Center“ neben der schummrigen Kneipe „Leierkasten“ steht. Das Zukunftslabor d.lab der Deutschen Bahn befindet sich hinter historischer Fassade, hier entwickelt und erprobt das ehemalige Staatsunternehmen die Bahn 4.0.

Das sind die neuen Wearables für Manager
Apple Watch 2
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Während Fans von Apple Inc. sich in dieser Woche vor allem den Kopf über den fehlenden Kopfhörer-Anschluss beim neuen iPhone zerbrachen, fehlte auch bei der aufgefrischten Smartwatch etwas: die besonders teure Mode-Version.

Sieht aus wie die Apple Watch 1
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Statt dessen gab's eine aufgemotzte Version der Apple Watch 1, die es seit 2014 zu kaufen gibt. Die zweite Generation soll nun im September auf den Markt kommen. Preis: ab 419 Euro.

Kooperation mit Nike
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Immerhin lässt sich die Smartwatch nun auch zum GPS-genauen Lauftraining verwenden. Auch andere Outdoor-Aktivitäten wie Wandern lassen sich damit nun detailliert tracken. Nachteil: die GPS-Nutzung wirkt sich erheblich auf die Akkuleistung aus. Nicht das einzige Manko....

Wasserdicht, aber kein Luxus
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Der Hersteller verzichtete auch auf eine 18-Karat-Gold-Fassung oder Saphirglas.... Für die traditionellen Hersteller von Luxus-Uhren ist das eine Bestätigung dafür, dass Apple nicht in derselben Liga mitspielen kann. Wir zeigen Ihnen eine Auswahl der schönsten Edel-Smartwatches für Manager.

Bulgari Diango Magnesium Intelligent Watch
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Hinter der intelligenten Konzeptuhr des Luxusherstellers Bulgari verbirgt sich ein eingebauter NFC-Chip, der - ähnlich wie Apple Pay - als Schlüssel dient. So öffnet die Uhr beispielsweise in Kombination mit einer entsprechenden App den Tresor ihres Besitzers oder entschärft die Alarmanlage. Auch Haus- und Hotelzimmertüren sollen sich mit der „Diango Magnesium Intelligent Watch“, die wohl Ende des Jahres in Produktion geht, öffnen. Und - not least - es können heikle Daten wie Passwörter und Kontonummern in einer Cloud gespeichert werden, auf die man nur zugreifen kann, wenn man die Luxus-Smartwatch ans Handy hält und damit die entsprechende Sicherheits-App öffnet.

Preis: Der Hersteller hält sich hier noch bedeckt – man kann aber davon ausgehen, dass man für die Diango ähnlich viel hinblättern muss, wie auch für andere Bulgari-Uhren.

(Foto: Screenshot slashgear.com)

Breitling B55 Connected
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Die „B55 Connected“ ist die erste Smartwatch aus dem Hause Breitling und stellt das Handy in den Dienst der Uhr. Titan-Gehäuse, Carbon-Beschichtung, digitales und analoges Ziffernblatt gleichzeitig: der klassische Fliegerchronograf ist in der Zeitzone der Wearables gelandet. Über eine App lassen sich u.a. Uhrzeit und Alarm einstellen sowie kabellos Abflug- und Landezeiten auf die Uhr herunterladen, um sie besser zu lesen, zu speichern oder weiterzuleiten.

Preis: ab 7.000 Euro.

(Foto: Screenshot Breitling)

Frédérique Constant Horological Smartwatch
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Erschwinglicher Luxus: Die Horological Smartwatch von Frédérique Constant aus Genf. Auch dieser intelligente Zeitmesser sieht zunächst wie eine klassische Uhr aus – ist aber eine Synthese aus Hightech-Innovation und traditioneller Schweizer Uhrmacherkunst. So erzeugt die Uhr beispielsweise mit ihren Sensoren ein Aktivitäts- und Schlaftracking und erinnert über eine App daran, am Tag mindestens 10.000 Schritte zu machen. Auch der Kalorienverbrauch wird in der App angezeigt, während die eigentlich Uhr ihren klassischen Look bewahrt.

Preis: In Stahl ab 950 Euro, in Roségold 1250 Euro.

(Foto: Screenshot Frédérique Constant)

Konzernchef Rüdiger Grube hat nichts Geringeres als die Revolution ausgerufen. Die Digitalisierung werde das Bahnfahren genauso stark verändern wie die Bahnreform vor zwei Jahrzehnten. Damals wurde eine Behörde privatisiert, die neu entstandene Aktiengesellschaft auf Gewinn getrimmt. Jetzt geht es darum, aus dem Transportkonzern ein kundenfreundliches Unternehmen zu formen. Folglich erdenkt die Bahn nun Produkte, die dem Reisenden Orientierung geben sollen.

Eine erste Idee hat das Frankfurter Bahn-Labor bereits umgesetzt: die Bahn-App zur Apple-Uhr. Mit dem Verkaufsstart der Apple Watch vor einer Woche nahm auch der passende DB-Navigator seinen Dienst auf. Ein Blick auf das Handgelenk genügt, um den genauen Reiseverlauf in Echtzeit zu verfolgen, um sich über Verspätungen, Haltestellen von Straßenbahnen oder Bussen inklusive Abfahrtzeiten zu informieren. Das d.lab der Bahn ist noch jung, im Herbst vergangenen Jahres konnten die ersten Vor- und Querdenker einziehen.

Start-up-Ambiente im Staatskonzern
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