Digitale Gesundheit
Hier funkt der Patient

Milliardenmarkt Digital Health: Neue Techniken verbessern das Leben von chronisch Kranken. Diabeteskranke können so bald mit Hilfe von Sensoren automatisch die nötige Insulinmenge bekommen.
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FrankfurtRita ist Rentnerin, lebt allein und muss wegen ihrer Herzschwäche regelmäßig Medikamente nehmen. Das vergisst sie aber immer mal wieder. Deswegen hat sich Tochter Julie entschlossen, die Mutter digital zu überwachen. Julies Smartphone zeigt nun rund um die Uhr an, ob die Mutter ihre Pillen richtig genommen hat, dank eines Sensors, der aus Ritas Magen funkt.

Willkommen in der digitalen Welt von morgen: Der Internetgigant Google forscht an einer Kontaktlinse, die bei Diabetikern künftig die Zuckerwerte misst. Und der Technikkonzern Apple heuert gerade jede Menge medizinische Experten an. Sie sollen mutmaßlich an der iWatch mitarbeiten - die ihrem Träger rund um die Uhr dessen Vitaldaten vom Pulsschlag bis zur Sauerstoffsättigung des Blutes übermitteln kann.

Digital Health, die Verschmelzung von medizinischem Wissen mit IT-Lösungen zum Erhalt und zur Verbesserung der Gesundheit, greift immer weiter um sich. Allein mit mobilen Diensten sollen nach Schätzungen der Industrie 2017 weltweit Umsätze von fast 19 Milliarden Euro erzielt werden.

Doch während Google und Apple noch entwickeln , ist Ritas Überwachungstechnik namens Helius bereits in den USA und Europa zugelassen und wird bereits in einigen Zentren in den USA und Großbritannien getestet. Helius ist eine Erfindung des kalifornischen Start-ups Proteus Digital Health. Das 2003 gegründete Unternehmen mit aktuell 200 Mitarbeitern hatte starke Financiers im Boot: die Pharmakonzerne Novartis und Otsuka sowie das US-Medizintechnikunternehmen Medtronic. Aber auch der Softwareriese Oracle und der amerikanische Krankenversicherungskonzern Kaiser Permanente sind mit von der Partie.

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