Energieausgaben senken
Versorger planen Smart Homes

Energiesparen mit dem Handy: Immer mehr Verbraucher können sich vorstellen mit IT-gesteuerten Hausgeräten ihre Ausgaben für Strom und Gas zu senken. Für die Versorger eine gute Ausgangslage – und ein großer Markt.
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KölnMehr Komfort, geringere laufende Kosten: Ein Jahr, nachdem eine Familie in das „RWE Zukunftshaus“ in Bottrop eingezogen ist, hat der Versorger Bilanz gezogen. Dank Photovoltaikanlage und Speichern sei der Strombedarf des sanierten 1960er-Jahre-Altbaus um 99 Prozent gesunken.

„Jetzt arbeiten wir am Plus an Energie, das das Haus liefern wird“, sagte Norbert Verweyen, Geschäftsführer der RWE Effizienz. Über Erdwärme wird das Gebäude beheizt, Solarthermie liefert Warmwasser. Die Bedienung von Licht oder Rollläden per Smartphone soll das Wohlgefühl steigern.

RWE hat einen großen Markt im Blick. Etwa drei Viertel aller Wohngebäude in Deutschland seien energetisch sanierungsbedürftig - sie würden „sehr viel Energie“ verbrauchen, vor allem für Heizen und Warmwasserbereitung. Eine wichtige Rolle bei der Modernisierung spielt IT. Sie steuert etwa Hausgeräte und trägt so zum energieeffizienten wie bequemen Smart Home bei.

Das Interesse wächst. Laut einer aktuellen Studie der Beratung Accenture ist für jeden dritten Verbraucher hierzulande denkbar, in den nächsten fünf Jahren in solche Technik zu investieren, um tageszeitabhängig günstige Tarife zu nutzen und mehr Komfort zu haben. Die Versorger haben eine gute Ausgangslage: Mehr als die Hälfte der Befragten würden Smart-Home-Angebote des eigenen Strom- und Gasanbieters nutzen.

Auch Eon positioniert sich: Das Smart Home des Energiekonzerns nutzt neben intelligenten Stromzählern und Verbrauchsmanagement auch Mikro-KWK-Anlagen sowie E-Autos als Energiespeicher. EnBW und Vattenfall haben ebenfalls Smart-Home-Angebote entwickelt. Die Marktforscher von Gartner erwarten, dass sinkende Einbaukosten das Geschäft beflügeln. 2022 werde ein typischer Haushalt um die 500 Smart Devices nutzen.

Thomas Mersch
Thomas Mersch
Handelsblatt / Freier Mitarbeiter

Kommentare zu " Energieausgaben senken: Versorger planen Smart Homes"

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  • Ich sehe hier nur Alte Kranke, Rentner, Kinder, Ausländer..........Trinker die rumsitzen

  • " Für die Versorger eine gute Ausgangslage"

    NUR für die Versorger, einfach bekloppt !

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