Luftfracht: Mehr Sicherheit mit dem digitalen Fingerabdruck

 

Luftfracht
Mehr Sicherheit mit dem digitalen Fingerabdruck

Sicherheit hat beim Transport von Luftfracht oberste Priorität – doch sie kostet auch viel Zeit und Geld. Mit einem neuen System wollen Fraunhofer-Forscher für mehr Effizienz sorgen, ohne dass die Sicherheit leidet.

BerlinTausende Frachtstücke werden täglich mit dem Flugzeug transportiert – rund 70 Prozent davon in Passagiermaschinen. Strenge Kontrollen sollen verhindern, dass gefährliche Substanzen wie Sprengstoff an Bord geschmuggelt werden. Bisherige Prüfverfahren sind aber zeit- und kostenaufwändig, denn es fehlt an einfach überprüfbaren Merkmalen, um den sicheren Status eines Frachtstücks an jedem Punkt seiner Reise nachzuweisen.

Das wollen Forscher des Fraunhofer-Instituts für Fabrikbetrieb und -automatisierung (IFF) in Magdeburg ändern. Gemeinsam mit Partnern wie Lufthansa Cargo arbeiten sie an einem digitalen Fingerabdruck für Frachtstücke, der den Aufwand bei möglichen Nachkontrollen drastisch verringern soll. „Ein solcher Fingerabdruck lässt während der gesamten Transportkette jederzeit genaue Aussagen über den Sicherheitsstatus der Fracht zu“, erläutert Olaf Poenicke, Projektleiter am IFF.

Ein Baustein des neuen Sicherheitssystems ist ein spezieller Marker, mit dem sich überprüfen lässt, ob ein Frachtstück bereits geröntgt wurde. Mit der bisherigen Technik ist das nicht nachvollziehbar, die Sicherheitskontrolle per Röntgengerät muss also jedes Mal wiederholte werden, wenn das Frachtstück unterwegs irgendwo als verdächtig eingestuft wird.

Die Forscher entwickeln zudem ein RFID-Siegel, um nachträgliche Manipulationen an einer Sendung zu erkennen. Dazu positionieren sie einen Transponder mit einem hauchdünnen Sicherungsdraht an den Sollbruchkanten eines Pakets. Wird es geöffnet, zerreißt der Draht. Die Sendung ist dann zwar weiterhin identifizierbar, zusätzlich erhält der Kontrolleur aber die Information, dass der Draht beschädigt ist.

„Mit dieser Technologie lassen sich auch ganze Paletten prüfen. Befindet sich ein Frachtstück mit gebrochenem Draht darunter, lässt sich die betroffene Sendung über die ID genau identifizieren“, so Poenicke. Zusätzlich kann mittels 3D-Scan die Kontur der Palette erfasst werden. Wird nachträglich ein Packstück auf die Palette gelegt, ändert sich die Kontur.

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Dokumentation per Zeitstrahl

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