Media Markt, Saturn, Rewe Händler können die Preise bald sekündlich ändern

Beim Einkaufen dürfte es bald zugehen wie an der Börse. Die Händler großer Elektronik- und Lebensmittelläden führen Preisschilder ein, die sie sekündlich ändern können. Werden jetzt Sandwiches in der Mittagspause teurer?
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Wird unser Essen jetzt in der Mittagspause teurer? Das elektronische Preisschild würde es zumindest möglich machen. Quelle: dpa

Wird unser Essen jetzt in der Mittagspause teurer? Das elektronische Preisschild würde es zumindest möglich machen.

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Berlin, DüsseldorfDer richtige Zeitpunkt beim Tanken kann entscheidend sein: Wer die Zapfsäule dann ansteuert, wenn der Preis am niedrigsten ist, kann ordentlich Geld sparen. Das könnte beim Einkaufen bald genauso sein. Geht es nach den beiden großen Elektronikketten Media Markt und Saturn, sollen sich die Preise bald genauso schnell ändern wie an Tankstellen oder Börsen. Denn: Das Unternehmen Media-Saturn, die Mutter beider Marken, will noch in diesem Jahr elektronische Preisschilder einführen. Das Unternehmen will so zügig auf Veränderungen von Angebot und Nachfrage reagieren können.

Die Elektronikmärkte leiden unter der Konkurrenz des Online-Handels. Mit den kleinen Preisschild-Computern - oder Electronic Shelf Labels (ESL) - wollen sie den Nachteil der fehlenden Preisflexibilität ausgleichen. Denn während große Konkurrenten wie Amazon auf Angebot und Nachfrage-Entwicklungen sofort reagieren und davon profitieren können, müssen Media Markt und Saturn erst einmal neue Preisschilder drucken lassen. Mit den elektronischen Schildern aber können die Preise auch in den Filialen mehrfach täglich geändert werden.

„Wir werden die elektronischen Preisschilder dieses Jahr in ersten Media Märkten und Saturn-Häusern in Deutschland testen“, sagt eine Sprecherin des Unternehmens. Je nachdem welche Ergebnisse diese Testphase bringe, entscheide Media-Saturn über eine flächendeckende Einführung.

Auch der Lebensmitteleinzelhandel prüft die ESL, die aussehen wie kleine E-Book-Reader und über WLAN gesteuert werden. Ein schneller Klick in der Zentrale und der Senf ist teurer. Hier spiele jedoch die flexible Preisanpassung eine geringere Rolle, sagt Gerrit Kahl. Er forscht im Labor für Innovativen Einzelhandel (IRL) des Deutschen Forschungszentrums für künstliche Intelligenz zum Thema Einkaufen in der Zukunft. „Die Hauptargumente für die ESL sind die geringeren Personalkosten, Materialkosten und Druckkosten sowie weniger verärgerte Kunden.“

Werden Sandwiches in der Mittagspause teurer?
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5 Kommentare zu "Media Markt, Saturn, Rewe: Händler können die Preise bald sekündlich ändern"

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  • Der ständig wechselnde Preis ist nur möglich, wenn an jedem Artikel ein elektronisches Etikett ist, welches speichert, welcher Preis zum Zeitpunkt der Herausnahme aus dem Regal Gültigkeit hatte und dieser Preis muss dann auch an der Kasse ausgelesen werden.
    Aber was ist mit Artikeln, die ich aus dem Regal nehme, mir ansehe (Zutatenliste) und dann zurückstelle? Hier muss der gespeicherte Preis auf dem Etikell an der Ware wieeder gelöcsht werden. Es gibt hier noch viel zu tun; lassen wir es leiber sein.

  • Wo sind denn die mündigen Bürger, die dann einfach nicht mehr in dem Laden einkaufen oder das Zeug an der Kasse lassen, wenn sich der Preis ändert? ;)

    HIER

    Anfangs werden es nicht alle merken, wenn der Preis an der Kasse plötzlich höher ist. Aber wenn sich sowas rumspricht, wird es in den Märkten viel Zähneknirschen geben.
    Solche Handlungsweisen bucht der Verbraucher automatisch als versuchten Betrug und wird dementsprechend handeln.

    Schönen Abend noch.

  • "Wo sind denn heut noch Politikmenschen, die die Verbraucher schützen vor der Willkür der Wirtschaftsmächtigen?
    Große Sprüche klopfen können sie alle aber, dann ....?"

    Wo sind denn die mündigen Bürger, die dann einfach nicht mehr in dem Laden einkaufen oder das Zeug an der Kasse lassen, wenn sich der Preis ändert? ;)

  • Ich bin im Markt (welchen auch immer), schlendere um die Regale und find ein Angebot - einpacken! Beim aus dem Regal nehmen lese ich z.B. ein Schnäppchenpreis von 99.-€ für ein Teil, welches sonst z.B. 130.-€ kostet.
    Ich bummle weiter und leg noch ein paar Sachen in mein Einkaufrollwagen.
    Nach ein paar Minuten an der Kasse der Schock: Statt 99,00€ dann, 129,99€! Und wohlmöglich auch noch ein paar andere Sache teurer als an der "Regalpreis".
    Solange es billiger wird - NO Prob, doch wenn teurer?
    Wie soll das funktionieren?
    Man kann sich ja schon seit langem nicht mehr auf die Qualität der Erzeugnisse verlassen, nun gehts der Preisauszeichnung an den "Kragen".
    Was kommt noch, bis auch die Unfähigsten in der Politik merken, dass nicht alles was Unternehmen hervorbringen auch Gut für die Wirtschaft ist?
    Wo sind denn heut noch Politikmenschen, die die Verbraucher schützen vor der Willkür der Wirtschaftsmächtigen?
    Große Sprüche klopfen können sie alle aber, dann ....?

  • Das gibt es in Frankreich schon seit zwei Jahren.

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