Projekt LinkedTV Fernsehen und Internet nahtlos verbinden

Die Diskussion wird immer hitziger – doch was steht eigentlich in dem Gesetz, über das die Experten der TV-Talkrunde gerade streiten? Mit LinkedTV sollen Zuschauer solche Infos künftig sofort aus dem Netz abrufen können.
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LinkedTV will Fernsehen und Internet möglichst nahtlos verbinden. Quelle: dpa

LinkedTV will Fernsehen und Internet möglichst nahtlos verbinden.

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BerlinWenn es nach Forschern des Fraunhofer-Instituts für Intelligente Analyse- und Informationssysteme (IAIS) in Sankt Augustin geht, sollen TV-Zuschauer künftig nicht mehr lange nach passenden Zusatzinformationen zu der gerade laufenden Sendung suchen müssen. Im Projekt „LinkedTV“ arbeitet das Institut mit elf Partnern aus sieben Ländern an einem neuen Fernsehkonzept.

„Wir wollen Fernsehen und Internet nahtlos verbinden, so dass die Zuschauer direkt während der Sendung auf Hintergrundinformationen zugreifen können, ohne aufwändig danach suchen zu müssen“, erklärt Projektleiterin Heike Horstmann.

Wie der Fernseher smart wird
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In dieser Box steckt das Gerät, mit dem Google die Wohnzimmer erobern will: der Chromecast. Es ist nicht Googles erster Vorstoß in das Fernsehgeschäft. 2012 kam Google-TV als Software-Plattform für diverse Settop-Boxen auf den Markt, konnte sich aber nicht durchsetzen. Jetzt versucht es Google mit einer eigenen Hardware – und einem leicht anderen Konzept.

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Der Chromecast (rechts im Bild) dient lediglich als Streaming-Verbindung zwischen der Videoquelle und dem TV-Gerät. Die Video-Daten selbst werden von einem Smartphone, Tablet oder Laptop per Wlan über den Stick auf den Fernseher übertragen. Das hat zwei Vorteile: Die Bedienung erfolgt über die gewohnten Apps auf dem eigenen Endgerät. Und wegen der schlanken Hardware liegt der Preis bei gerade einmal 35 Euro. Auf eine gedruckte Anleitung verzichtet Google übrigens, aber auf der Innenseite der Verpackung (links) sind drei Schritte zur Einrichtung abgedruckt.

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Mit dem Chromecast-Stick sind noch ein USB-Kabel, ein kurzes HDMI-Verländerungskabel sowie ein Netzteil in der Verpackung.

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Das Netzteil wird nicht jeder Chromecast-Nutzer brauchen: Da der Stick über den HDMI-Anschluss nicht mit Strom versorgt werden kann, muss dies über ein USB-Kabel geschehen. Wenn am Fernseher noch eine USB-Buchse frei ist, reicht das zur Stromversorgung aus.

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Wenn am Fernseher die hinteren HDMI-Eingänge belegt sind, muss der Chromecast an die Seite weichen – und dort ragt er allen Mühen zum Trotz etwas hinter dem Bildschirmrand hervor.

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Sobald der Chromecast eingesteckt und mit Strom versorgt ist, kann die Einrichtung beginnen. Der angegebene Link führt beim iPhone direkt...

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... in den App Store, wo die kostenlose Chromecast-App geladen werden muss. Über diese erfolgt dann die restliche Einrichtung: Den Chromecast auswählen, ihm einen Namen geben (falls es einmal mehrere Sticks im Haushalt geben wird), das Wlan-Passwort eingeben. Den Rest macht der Stick von alleine.

Zwar gibt es bei manchen Sendern schon Ansätze zu solch einer Vernetzung von TV und Web – allerdings ist damit ein relativ hoher personeller Aufwand verbunden: Die Redaktionsmitarbeiter müssen das Internet oder das Senderarchiv nach geeignetem Material durchforsten und die Verknüpfungen zur Sendung manuell vornehmen.

Die Fraunhofer-Forscher haben eine intelligente Software entwickelt, welche die mühsame Recherche künftig deutlich vereinfachen soll. Das Programm scannt den Inhalt einer Sendung vor deren Ausstrahlung mittels Sprachanalyse und Bildverarbeitung nach themenverwandten Inhalten aus dem Web. Da die Software ungefiltert eine sehr große Anzahl an Treffern und semantischen Verknüpfungen liefert, haben die Forscher Methoden entwickelt, um die Ergebnisse nach bestimmten Kriterien eingrenzen zu können.

„Es werden dann beispielsweise nur Inhalte angezeigt, die mit dem Jugendschutz in Einklang stehen und deren Verwendung urheberrechtlich unproblematisch ist“, erläutert Horstmann. Den letzten Feinschliff übernimmt die Redaktion: Sie überprüft die vorgeschlagenen Inhalte auf ihre Relevanz und streicht eventuelle Dopplungen aus der Trefferliste.

Die Software ist lernfähig
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