Schutz vor Hackern Daten-Tresor für das Smartphone

Der Wunsch, das eigene Handy oder Tablet in der Firma zu nutzen, ist weit verbreitet. Damit ergeben sich aber Sicherheits-Risiken. Die Absicherung mobiler Endgeräte rückt in den Fokus von IT-Entscheidern.
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Nur eine Minderheit der Unternehmen kann eine Richtlinie vorweisen, die die Nutzung privater Geräte regelt. Quelle: dpa
Nutzung des eigenen Handys für die Arbeit

Nur eine Minderheit der Unternehmen kann eine Richtlinie vorweisen, die die Nutzung privater Geräte regelt.

(Foto: dpa)

Das Smartphone als Gefahrenquelle - an Warnungen mangelt es nicht: Im März erkannte die Essener TÜViT Sicherheits- und Datenschutzverstöße bei drei populären Apps. Avast Software meldete fast zeitgleich, viele WLAN-Hotspots seien unzureichend verschlüsselt - Hacker könnten Aktivitäten mitschneiden. Und der Netzwerkausrüster Alcatel-Lucent alarmierte mit der Schätzung, dass weltweit 16 Millionen Mobilgeräte mit Schadsoftware infiziert seien.

Gruselmeldungen wie diese lassen Unternehmen aufschrecken. Fast zwei von drei IT-Verantwortlichen erklärten in einer Studie der Marktforschung IDC die Sicherheit von Mobilgeräten zur Top-Priorität für dieses Jahr. „Durch mobile Endgeräte entstehen neue Angriffsszenarien“, sagt IDC-Berater Mark Schulte. „Die IT-Verantwortlichen bewegen sich aber im Spannungsfeld zwischen Sicherheitsanforderungen und Mitarbeiterwünschen.“

Bauchschmerzen bereitet IT-Chefs der weitverbreitete Wunsch, eigene mobile Geräte in der Firma zu nutzen. So berichtete jüngst in einer HP-Befragung jeder fünfte IT-Entscheider, dass es in seinem Unternehmen schon Sicherheitsvergehen durch die Nutzung privater Geräte gegeben habe. Doch offenbar wird das Problem zur Seite geschoben: Nur eine Minderheit kann eine Richtlinie vorweisen, die die Nutzung privater Geräte regelt.

Technisch lassen sich Unternehmensdaten auf Mitarbeitergeräten längst schützen. Anbieter wie Good Technology, Citrix und VM-Ware bieten Lösungen an, um private und berufliche Inhalte zu trennen. Auch das Münchener IT-Haus Virtual Solution mischt mit: Bei seinem Produkt SecurePIM sind Firmenanwendungen wie E-Mail-Programm und Kalender in einer separaten App ausgelagert.

„Die App ist wie ein Crypto-Tresor, den andere Apps auf dem Smartphone nicht einsehen können“, erklärt Nicolaus von Rintelen, Hauptgesellschafter von Virtual Solution. „Darüber hinaus liegen die Daten innerhalb des Tresors verschlüsselt.“ Zu den Referenzkunden gehört Siemens. SecurePIM ziele aber vor allem auf den Mittelstand, sagt von Rintelen. Punkten wollen die Münchener auch damit, dass statt externer Rechenzentren die Server der Kunden genutzt werden.

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